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Spezialisiertes Friedfischangeln & Naturköderangeln auf Raubfische.
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Ein Besuch bei der Hardy & Greys GmbH

hardy-greys_teaser.jpgHardy hat sich nach langer Pause wieder im Friedfischsektor etabliert. Bei einem Besuch der Hardy & Greys GmbH in Lohne hatte ich Gelegenheit, mich ausführlich mit dem Marketing Manager Stefan Meyenburg über Vergangenes und Geplantes zu unterhalten. Außerdem durfte ich ihn betreten: Den vollgepackten Showroom!


Wer es noch nicht gemerkt hat: Hardy tanzt wieder auf dem Friedfischparkett. Lange machte sich der traditionsreiche Hersteller rar in diesem Sektor. Insbesondere in Deutschland konnte man jahrelang kaum Marketingaktivitäten wahrnehmen. Das hat sich spürbar geändert. So wurde kürzlich bspw. die bekannte Specimen Hunting Group Dortmund mit an Bord genommen, um das Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Grund für die zunehmende Präsenz ist wohl das frischere Marketing der Hardy & Greys GmbH, die als Tochtergesellschaft der Hardy & Greys Ltd. England für den deutschen Vertrieb zuständig ist.

Auf der diesjährigen Stippermesse hatte ich Gelegenheit Stefan Meyenburg, den Marketing Manager der Hardy & Greys GmbH, kennenzulernen. Ich konnte in unserem Gespräch nicht verheimlichen, dass ich hin- und hergerissen war zwischen der Begeisterung für das viele interessante Angelgerät einerseits und den neuerdings fernöstlichen Produktionsstätten des Hauses Hardy andererseits. Umso mehr hat es mich positiv verwundert, dass sich Stefan Meyenburg offen mit mir über meine Bedenken unterhalten hat. Grundsätzlich habe ich in der Vergangenheit an Hardy immer zu schätzen gewusst, dass die Produktion ihrer Rollen und Ruten noch in Großbritannien angesiedelt war, während andere konkurrierende Firmen schon längst (teilweise seit Jahrzehnten) in Fernost produzieren ließen. Die Enttäuschung teilten wohl viele Hardy-Anhänger, als plötzlich das neue britische Nobeltackle auch in einem der asiatischen Billiglohnländer gebaut wurde. Warum das einigen Hardy-Liebhabern solch einen Stich versetzt hat, während sie gleichzeitig bedenkenlos zur Shimano oder Daiwa Rolle griffen? Das ist wohl etwas für den Psychologen. Bei mir war es jedenfalls so. Ich sprach Stefan Meyenburg darauf an und er brachte es auf den Punkt. Es war schlichtweg eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, um sich weiterhin gegen die Konkurrenz behaupten zu können. Zwar wäre es für mich persönlich schöner zu wissen, dass die Hardy-Ruten immer noch auf dem Schoß englischer Landfrauen gewickelt würden, doch die Zeiten sind wohl für immer vorbei (Oder auch nicht: Einige hochpreisige Hardy Fliegenruten werden ja wieder in Alnwick gebaut!). Unabhängig von dieser Thematik, die sicher nur Liebhaber berührt, ist eines klar: Das aktuelle Friedfischprogramm von Hardy ist ebenso wie das Fliegenfischprogramm Top. Alle Ruten, Rollen und Kleidungsstücke, die ich bisher in den Händen halten konnte, zeugen von großer Qualität und zeigen, dass sich Entwickler und erfahrene Angler ihre Gedanken machten.


hardy-greys_firmensitz.jpgFirmensitz der Hardy & Greys GmbH im niedersächsischen Lohne.


Ich war positiv überrascht, als Stefan Meyenburg mich zu einem Besuch des Stammsitzes der Hardy & Greys GmbH im niedersächsischen Lohne einlud. Ich muss zugeben, vor allem war ich neugierig auf den angepriesenen Showroom (Nur für geladene Gäste zugänglich!), weshalb ich die Einladung dankend entgegennahm. Der neue Firmensitz (seit Ende 2009) besteht aus einem Bürogebäude mit angrenzender Lagerhalle, aus deren Bestand die Republik mit Hardy, Greys und Chub Artikeln versorgt wird. Die Lagerhalle wurde mit „Luft nach oben“ konzipiert, d.h. es wird positiv in die Zukunft geblickt. Das Herzstück des neuen Firmensitzes ist der bereits erwähnte Showroom. Dort besteht für geladene Gäste (z.B. Presse und Händler) die Möglichkeit, sich einen Überblick über das aktuelle Programm der drei Marken zu machen. Ich war natürlich insbesondere an den Hardy Produkten interessiert. Stefan Meyenburg hat sich sehr viel Zeit genommen mir zahlreiche Stücke im Detail zu erklären. An den Centrepins, den Friedfischruten und der Bekleidung ist wirklich nichts auszusetzen. Die Pins sehen stylish aus und machen auf den ersten Blick qualitativ einen sehr guten Eindruck. Bei den Friedfischruten merkt man sofort, dass Profis bei der Entwicklung am Werk waren. Verarbeitung und Aktion sind stimmig, d.h. sie liegen sofort gut in der Hand. Um meine Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren (nein, ich durfte nichts mit nach Hause nehmen) muss ich sagen, dass der Funke bei den Greys Ruten nicht in dem Maße übergesprungen ist. Zwar machten auch die Greys Ruten einen soliden Eindruck, doch mit der Premiumqualität von Hardy ist das aus anglerischer Perspektive nicht zu vergleichen. Man merkt doch deutlich, dass in den Hardy Ruten mehr Know-how steckt, was sich schließlich auch in dem Preisniveau beider Marken ausdrückt. Wäre ja auch verrückt, wenn es anders wäre.

hardy-greys_lager.jpgDas Lager wurde geräumig gestaltet, um auch in Zukunft ausreichend Platz zu bieten.

 

hardy-greys_lager2.jpgLinks Greys Ruten...

 

hardy-greys_lager3.jpg...und rechts die guten Stücke von Hardy.

 

hardy-greys_showroom.jpgDer Showroom ließ sich ohne Ultraweitwinkel leider nicht auf ein Foto bringen. Deshalb hier zunächst die Hardy-Abteilung. Anfassen erlaubt!

 

hardy-greys_showroom2.jpgDas Design der neuen Rollen ist modern, aber in meinen Augen gelungen.

 

hardy-greys_showroom3.jpgSolch einen Ständer brauche ich für mein Wohnzimmer!

 

hardy-greys_showroom4.jpgAuch die Greys Abteilung kann sich sehen lassen.

 

hardy-greys_showroom5.jpgDie Chub Ecke läd ein zum Probeliegen...


Die langen Gespräche mit Stefan Meyenburg und der Besuch in Lohne haben meine Sicht deutlich verändert. Zum einen wurden meine angesprochenen Zweifel ausgeräumt und ich konnte mich von dem sehr gelungenen Hardy Friedfischprogramm überzeugen. Es ist doch schon bemerkenswert, mit welcher offenen Art das deutsche Hardy Management sich nun an die Öffentlichkeit richtet. Für mich wurde die Firma dadurch um einiges sympathischer. Weiter so!

Von Wolfgang Kalweit


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