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Tee aus dem Vulkan: Das Kelly Kettle

teaser.jpg-> Werbung <- „Die großartigste Dampfmaschine seit Stephensons Rocket“ - so beschreibt die lebende Anglerlegende Chris Yates Ende der 80er Jahre in seinem Buch „The Secret Carp“ das Kelly  Kettle. Der bekennende Tee-Liebhaber hat diesen feurigen Wasserkocher ständig im Einsatz – Grund genug für uns den „Vulkan“ einmal näher zu betrachten.

kettle-tee.jpgDas Kelly Kettle: Die kultigste Art und Weise Tee zu kochen!

Auf den ersten Blick wirkt dieser Wasserkocher in der Tat etwas altertümlich. Das Prinzip ist folgendes: Umschlossen von einem Wassertank, befindet sich in der Mitte des Kochers eine Art Kamin. In diesem wird mit Brennmaterial jeglicher Art, am besten kleine Ästchen, ein Feuer in Gang gesetzt. Der abnehmbare, pfannenähnliche Fuß des Kochers fungiert dabei als Abstandhalter vom Boden, der gewährleistet, dass von unten Luft nachziehen kann (Stichwort Kamineffekt). Durch das Feuer wird schließlich das Wasser im Tank erhitzt. Simpel! Das Prinzip dieses Kochers lässt sich bis in die 1890er Jahre zurückverfolgen. Schon damals haben Lachsangler an der Westküste Irlands so ihren Tee zubereitet. Noch heute produziert die irische „Kelly Kettle Company “ ihre Version - und das bereits in der vierten Generation.

Doch wie funktioniert das Kelly Kettle im Angelalltag? Classy Catchers hat es getestet! Auf Anfrage bekamen wir sofort die 1 Pint (das ist etwa ein halber Liter; es gibt auch noch 2,5 und 1,75) Ausführung von der „Kelly Kettle Company“ zur Verfügung gestellt. Spitze!

Der erste Eindruck ist schon mal gut: Die Verarbeitung ist robust und scheint auf ein Anglerleben ausgelegt zu sein. Weiterhin positiv fällt das geringe Gewicht auf, das die Angelwaage mit etwa 600 g beziffert. So viel wiegt sonst schon ein Topf ohne Kocher! Entscheidet man sich nun am Gewässer, dass es endlich Zeit für einen Tee, Kaffee oder eine stärkende Hühnerbrühe wäre, muss man einige Vorbereitungen treffen. Zunächst einmal Wasser tanken, indem man das Kelly Kettle einfach untertaucht und volllaufen lässt. Dann heißt es: Brennmaterial suchen! Und hier fängt tatsächlich schon der Spaß an. Man erinnert sich schlagartig in Kindertage zurückversetzt, kurz bevor man mit Freunden ein heimliches Feuerchen anstochte. Wer hätte gedacht, dass man von den damals gesammelten Erfahrungen im Mannesalter noch etwas hat? Schnell sind in der Ufervegetation zwei Hände voll Ästchen, Schilfhalme, trockenes Gras und altes Laub gesammelt. Das hat bei unseren Tests nie länger als 2 Minuten gedauert. Nun kann es mit mit dem stolz gesammelten „Brennholz“ losgehen. In den Fuß des Kelly Kettles legt man eine Handvoll schnell entzündlichen Materials, wie z.B. trockenes Laub, Gras oder Baumrinde. Nun stellt man den Kocher auf seinen pfannenähnlichen Fuß und stocht das Material durch die Löcher an. Dazu kann man Streichhölzer oder ein Feuerzeug benutzen. Sobald es brennt, wirft man von oben zügig weiteres Brennmaterial in den Kamin. Das Höllenfeuer beginnt! Qualm, Flammen und ein hörbares knistern des Feuers verschlagen einem die ersten Male den Atem (vor allem bei den größeren Ausführungen). So viel Spaß kann Wasserkochen machen! Wenn man gut anheizt, dann kocht das Wasser bereits nach wenigen Minuten. Nun nimmt man den Kocher am Griff und an der Kette und gießt sich Wasser ein. Mit dem restlichen Wasser löscht man das Feuer.

kettle-material.jpgEine Handvoll Blätter und ein paar Äste reichen für einen halben Liter Wasser

 

kettle-rauch.jpgDer "Vulkan" beginnt zu rauchen...

 

kettle-glut.jpg...und im Innern zu glühen.

 

kettle-kocht.jpgNach wenigen Minuten kocht das Wasser. Herrlich!


Gibt es auch negatives zu berichten? Nicht wirklich. Lediglich zwei Dinge sind gewöhnungsbedürftig: Unmittelbar nach dem Anstochen qualmt das Kelly Kettle in Abhängigkeit vom verwendeten Brennmaterial ziemlich stark. Eigentlich kein Wunder. Doch je nach dem wo man fischt, könnte man sich mit dem offensichtlichen Feuermachen Probleme bereiten, sofern es dort verboten ist. Nachdem man fleißig den Schlot mit Brennmaterial gefüttert hat, bekommt man selbst auch eine rauchige Duftnote. Das könnte evtl. empfindliche Nasen stören.

Fazit: Das Kelly Kettle ist für alle zu empfehlen die eine Tasse Tee/Kaffee am Wasser zu schätzen wissen und keine Lust haben Kocher, Brennstoff und Topf mit herum zu schleppen. Das Kelly Kettle ist leicht, robust, kultig und preisgünstig. Vor allem aber: Es macht Spaß!

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Video: Das Kelly Kettle in Einsatz (5MB)



Weitere Infos bekommt Ihr auf der Webseite der Kelly Kettle Company: www.kellykettle.com


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