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Geräte-Test: Shimano Baitrunner 4000D

shimano-4000d_teaser.jpg-> Werbung <- Die Shimano Baitrunner „D“ ist der Nachfolger der legendären „US Baitrunner“. Im Classy Catchers Geräte-Test wird die kleinste der Familie, die 4000D, unter die Lupe genommen. Kann die neue, kleine „D“ auch anspruchsvolle Angler überzeugen?


Stille Verehrung
Ich muss zugeben, dass ich schon seit vielen Jahren Fan der Shimano US Baitrunner Rollen bin. Sie besitzen nicht nur eine hervorragende Kopfbremse, sondern sind auch äußerst zuverlässig. Jahrelang schon sind die Größen 4500 und 3500 meine treuen Begleiter beim Karpfenangeln. Überall, wo große Wurfweiten nicht erforderlich waren, gab es für mich keine bessere Option. Vor ein paar Jahren, als die 3500er Größe noch das kleinste in Deutschland erhältliche Modell war, viel mir eine ältere US Baitrunner in der 3000er Größe in die Hände. Sie passte hervorragend auf mein Drennan Medium Feeder. Schon beim ersten Einsatz offenbarte sich mir der Baitrunner Mechanismus als geniales Feature zum Feedern. Nach dem Einholen hat man nämlich mit dem kleinen Finger schnell den Baitrunner-Mechanismus geöffnet, wodurch man leicht mit dem Körbchen in den Futtereimer gelangt, ohne den Bügel öffnen zu müssen. Das ist extrem praktisch!

Shimano Baitrunner 4000DShimano setzt bei der Baitrunner 4000D auf schlichtes Design. Das kommt sicher nicht nur bei mir gut an!


Endlich auch eine kleine!
Da es dieses kleine Modell aber nur noch auf dem Vintage-Markt gibt, war ich umso erfreuter, als Shimano mit der 2010er Produktpalette den Nachfolger der US Baitrunner vorstellte: Nun auch in einer kleinen Größe! Die neue 4000er entspricht der frühen 3000er Größe. Die Rollenserie hat sich auch optisch deutlich verändert, nachdem sie praktisch über 20 Jahre hinweg ihr Aussehen weitgehend behalten hatte. Mit dem neuen Design kam auch der neue Name. Die Modelle heißen nun „D“ und nicht mehr US. Auch die Größenbezeichnungen wurden geändert. Was viele im letzten Jahr noch an den größeren Modellen der neuen Baitrunner D störte, waren die extrem unhandlichen, kugelförmigen Kurbelgriffe. Shimano hat reagiert und liefert nun alle Größen mit einem herkömmlichen, flachen Kurbelgriff.

Die „D“: Der erste Eindruck
Optisch gefällt mir die Rolle gut. Sie hat durch das überwiegend schwarze Gehäuse ein zurückhaltendes Design. Lediglich die goldenen Spule muss man mögen, denn Sie ist das Markenzeichen der Modellreihe. Nimmt man die Rolle in die Hand, merkt man augeblicklich, dass man etwas solides zwischen den Fingern hält. Ich kann nur sagen, dass die neue „D“ einen deutlich wertigeren Eindruck macht als seine Vorgänger. Die Kurbel hat im Gehäuse nahezu kein Spiel, der Bügel schnappt saftig zu und der Baitrunner Hebel lässt sich umlegen, als würde man eine Weiche stellen. Sehr fein! Die Bremse ist wie bei Shimano üblich exzellent. Da gibt es nichts zu meckern! Lediglich eine Ersatzspule im Lieferumfang wäre wünschenswert gewesen.

Shimano Baitrunner 4000DDie 4000D hat eine exzellente Kopfbremse. Das war bei Shimano auch nicht anders zu erwarten...

 

knauf.jpgDer flache Kurbelgriff ist künftig auch bei den größeren Modellen der D zu finden.


Bewährungsprobe
Mehrfach hatte ich die D nun im Einsatz, meist beim Feedern auf Barben und Döbel. Zu meiner anfänglichen Begeisterung mischte sich jedoch schnell eine nicht zu erklärende Verwunderung. Entweder ich bin verrückt, dachte ich, oder die haben den Mechanismus des Baitrunners verändert? Ich war nicht verrückt! Aus irgendwelchen Gründen muss man nun den Hebel zurück klappen um den Baitrunner einzuschalten und nicht – wie bisher – nach vorne. Auf den ersten Blick mag das völlig egal sein. Doch für meine „Zweckentfremdung“ dieses Mechanismus birgt das erhebliche Nachteile: Man kann nun nicht mehr mit dem kleinen Finger den Baitrunner einfach einschalten. Denn diese Fingerakrobatik erlaubt die menschliche Anatomie nicht. Nun muss man die linke Hand zur Hilfe neh men. Das ist schade, da so der „Workflow“ einbüßt. Trotzdem ist es immer noch praktischer den Baitrunner an Stelle des Bügels zu öffnen.
Ansonsten machte die D eine gute Figur. Die Schnuraufwicklung ist präzise und das Gehäuse kratzfest. Mängel waren keine festzustellen.

baitrunner.jpgGeänderter Baitrunner-Mechanismus: Zum Einschalten des Baitrunners muss der Hebel nun zurück gelegt werden. Warum diese Änderung? Wir werden es wohl nie erfahren...



Fazit
Der Nachfolger der US Baitrunner ist eine sehr gut verarbeitete, qualitativ überzeugende und robuste Rolle, die mit einem Straßenpreis von ca. 120 Euro absolut empfehlenswert ist. Der positive Gesamteindruck bestätigte sich auch nach mehreren Angeltouren. Hier hat Shimano mal wieder gezeigt, dass sie mit ihren Rollen in Punkto Qualität und Preisleistungsverhältnis nahezu unschlagbar sind. Lediglich der geänderte Baitrunnner-Mechanismus hat meine Freude – wie beschreiben - etwas geschmälert.

Text und Bilder: Wolfgang Kalweit

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