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Fragen zur Lagerung einer Centrepin
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THEMA: Fragen zur Lagerung einer Centrepin

Fragen zur Lagerung einer Centrepin 18 Mär 2013 16:12 #5003

  • Ulme
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  • Beiträge: 73
Hier nun meine erste Frage in diesem netten Forum.

Am Wochenende habe ich mir eine alte 13ft Bruce&Walker Matchrute bei Ebay ersteigert.
Auf der Suche nach einer dazupassenden Pinrolle, kam ich auf unzählige Beiträge, Emails,
Bilder, Youtube Filme, etc.
Nachdem ich nicht reich geboren bin muss ich zusehen mich finanziell nicht zu sehr zu verausgaben, und das brachte mir Tips über die Fred Crouch Pins ein.
Wieder Erwarten erhielt ich spontan freundliche Antworten von der Insel, und ich hab nun eine Vorstellung, wohin die Reise gehen soll.
Es wird wohl eine Jet Aerial in 4,5'' Durchmesser mit breiter Spule werden.
Allerdings bin ich aufgrund folgender Aussage von drüben nun verunsichert:

A "true" centrepin, as the Fred Crouch reels, has a shaft (the pin) and no bearings. It is not useful to have a centrepin that spins for ages because you don't need this, and many people talk about centrepins with bearings spinning for over a minute, or even two, as if this is an advantage. A true centrepin may not spin very freely at first, it needs to be lubricated and used. Remember that these reels have a drag and this is useful to slow down the reel to stop it spinning sometimes, so that should hopefully give a clue as to the fact that spinning freely is not a requirement. If you are going to trot a float, you need the speed and strength of the flow to pull line from the centrepin, you certainly don't want the reel spinning at a greater rate which would give you problems with too much line spilling off in front of you.


Als Techniker weiß ich was ein Kugel- und was ein Nadellager ist. Und ich weiß, dass neue Pins, wie die Okuma, kugelgelagert sind.
Aber ich weiß nicht, wie ich das Obige verstehen soll.
Bedeutet das, bei einer "echten" Pin läuft die Spule ausschließlich in einer Gleitpassung Stahl auf Stahl mit einer Fett/Ölschmierung auf dem Zapfen?
Kein Nadellager, auch kein käfigloses, ungeführtes?

Bitte um Info!
Im Zweifelsfall rate ich dazu, noch dazu wo er heuer Fisch des Jahres ist, den Fisch zurückzusetzen, sofern er das Brittelmaß von 50 cm nicht erfüllt.
Letzte Änderung: 18 Mär 2013 16:12 von Ulme.

Aw: Fragen zur Lagerung einer Centrepin 18 Mär 2013 16:48 #5004

  • Ulme
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  • Beiträge: 73
Mittlerweile bin ich selber schlauer geworden. Vielleicht liegt hier ein Übersetzungs- (und Denk) fehler vor. Der Pin (= Bolzen = Welle) kann als Nadel übersetzt werden.
In Wahrheit ist eine "True Pin" wohl "nur" eine Gleitpaarung Welle/Buchse.
Ob Stahl auf Stahl oder Stahlpin in Gleitbuchse weiß ich noch nicht.

Womit schmiert ihr eure Rollen? Fett wird zu dick sein, WD40 zu dünn...
Im Zweifelsfall rate ich dazu, noch dazu wo er heuer Fisch des Jahres ist, den Fisch zurückzusetzen, sofern er das Brittelmaß von 50 cm nicht erfüllt.

Aw: Fragen zur Lagerung einer Centrepin 18 Mär 2013 18:10 #5005

  • patrick
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Ballistol Öl (nicht das Spray) und an manchen Stellen auch etwas hochwertiges Fett (Ratschenhebelgelenk).
"BLOOD, SWEAT and BEERS"

-Frei nach Winston Churchill
Letzte Änderung: 18 Mär 2013 18:11 von patrick.

Aw: Fragen zur Lagerung einer Centrepin 18 Mär 2013 19:31 #5006

  • Trotter
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  • Beiträge: 448
Moin,
das hast Du schon richtig verstanden, die älteren Pins funktionieren wie ein Gleitlager. Der "Pin" ist immer aus Stahl und die "Buchse" kann Stahl, Bronze oder Messing sein. Als Schmierung gehen sowohl Fett, als auch dieses leidige WD40 gar nicht. Fett ist eh zu zäh und WD40 wird es spätestens beim ersten Wintereinsatz. Geeignet ist z.B. Zylinderspray(für Türschlösser), das bleibt bei allen Temperaturen dünn.

Gruß Trotter

Aw: Fragen zur Lagerung einer Centrepin 18 Mär 2013 19:31 #5007

  • tesselata
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Vom Sohnemann geklaut: Fett für den Zug der Posaune : ist für Buntmetalle gedacht und verharzt nicht.
Ob crystal oder traditionell: immer mit Verantwortung und gerne mit Stil: Petri heil.

Aw: Fragen zur Lagerung einer Centrepin 18 Mär 2013 20:38 #5009

  • Ulme
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tesselata schrieb:
Vom Sohnemann geklaut: Fett für den Zug der Posaune : ist für Buntmetalle gedacht und verharzt nicht.


Das ist lustig. Ich dachte eben (nachdem ich erfuhr dass die Crouch Pin eine Paarung aus Stahlpin mir Bronzebuchse hat) etwas ähnliches.
Nachdem ich Trompeter bin, müssen die Achsen der Drehventile (Zylinderventile) auch ab und an geschmiert werden.
Dafür gibt es Öle unterschiedlichster Viskositäten, je nach Gusto (Schnelligkeit der Ansprache bei Betätigung).
Die Paarung bei den Ventilen ist hierbei Neusilber in Bronze.
Ich verwende hierbei "Valve and Bearing Linkage" for rotary valve von Yamaha, oder ein adäquates Produkt der Fa. Hetman.
Diese Öle sind synthetisch, verharzen nicht, und ich hatte selbst bei minus 10 Grad noch keine Probleme (Weihnachten).
Im Zweifelsfall rate ich dazu, noch dazu wo er heuer Fisch des Jahres ist, den Fisch zurückzusetzen, sofern er das Brittelmaß von 50 cm nicht erfüllt.

Aw: Fragen zur Lagerung einer Centrepin 18 Mär 2013 22:52 #5012

  • BRB
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@Ulme
Eine Trompete mit Drehventil ist aber keine Trompete sondern ein Flügelhorn

Die Lagerung einer "true pin" erfolgt nicht wirklich durch die Buchsen. Diese dienen nur der Führung. Sie läuft, waagerecht mit Spule nach oben gehalten, auf der Spitze der "pin", die wiederum auf einer meist ver- und einstellbaren (Maden-)Schraube in der Spulenkappe läuft. Am ehesten lässt sich diese Form der Lagerung mit einem alten Kompass vergleichen, dessen Zeiger mit einer Kuppel aus Achat oder ähnlichem auf einer richtigen gehärteten Nadelspitze läuft. Eine Weihnachtspyramide funzt ebenfalls so, nur verkehrt rum.

@all
Noch was grundsätzliches zur Schmierung:
Nehmt was Ihr wollt, aber lasst das Ballistol weg. Das Zeug wird gebaut, um Buntmetallablagerungen von Geschossmänteln aus Gewehrläufen zu entfernen. Was das Zeug auch wirklich hervorragend tut!!!
Alle kupferbasierten Legierungen (Messing, Bronze, Rotguss, Tombak...) werden von dem Zeug früher oder später angegriffen.
Die Firma hat vor paar Jahren den Angelbereich entdeckt und versucht seit dem dort mit agressiver Gewalt Fuß zu fassen.
Auf die Tatsache der Auflösung von Buntmetall angesprochen, kam die Info, dass das ein zu vernachlässigender Fakt ist. Im Jagdbedarfsbereich wird jedoch für genau das gleiche Produkt die hervorragende Auflösung von Buntmetallablagerungen im Gewehrlauf beworben!
Also watn nu...
Gruß-BRB
Letzte Änderung: 18 Mär 2013 23:08 von BRB.

Aw: Fragen zur Lagerung einer Centrepin 19 Mär 2013 00:08 #5015

  • patrick
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Hm..für mich war das Zeug immer das Allroundmittel schlechthin.
Egal ob zum Desinfizieren, Lederpflege oder Feinmechanik schmieren.
Muss ich mir was neues suchen...:-/

Dann halt doch Nähmaschinenöl oder Trotters Mittel.

www.ballistol-shop.de/Ballistol-und-Messing:_:108.html
"BLOOD, SWEAT and BEERS"

-Frei nach Winston Churchill

Aw: Fragen zur Lagerung einer Centrepin 19 Mär 2013 01:35 #5018

  • BRB
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patrick schrieb:
...Lederpflege...


Versuche hier normale Vaseline!
Auch mit Ballistol hat das Leder gelegentlich Schimmelansätze gezeigt.
Gruß-BRB

Aw: Fragen zur Lagerung einer Centrepin 19 Mär 2013 08:09 #5019

  • Ulme
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  • Beiträge: 73
BRB schrieb:
@Ulme
Eine Trompete mit Drehventil ist aber keine Trompete sondern ein Flügelhorn


Oh Mann.
Umsonst studiert! de.wikipedia.org/wiki/Trompete

Ad Ballistol: nachdem ich auch Jäger bin, kann ich folgendes darüber berichten.
Das Zeug ist IMHO die unnötigste Erfindung des letzten Jahrhunderts, bzw. die größte Lüge seit es Schmiermittel gibt.
Weder taugt es zum zuverlässigen Schmieren, weil es mit der Zeit verharzt, noch ist es tieftemperaturbeständig, noch kann man damit dauerhaft was konservieren, und, jetzt kommts:
Entgegen der Angaben ist es ungeeignet, Tombakreste aus Läufen zu entfernen.
Wir haben da Versuche gemacht und jedes im Handel erhältliche billige MOS2 Öl ist da besser.
Zum Laufreinigen gibt es geeignete Mittel, Ballsitol ist keins davon.
Vielleicht taugt es aber dazu, was Alexander Spoerl im "Neuen Angelbuch in Farbe", 1977, geschrieben hat: zum Wunden desinfiszieren
Im Zweifelsfall rate ich dazu, noch dazu wo er heuer Fisch des Jahres ist, den Fisch zurückzusetzen, sofern er das Brittelmaß von 50 cm nicht erfüllt.
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