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Fließgewässerpflege
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THEMA: Fließgewässerpflege

Fließgewässerpflege 09 Jan 2015 14:21 #13250

Hallo alle zusammen,
ich habe eine Frage an diejenigen unter euch, die vielleicht im Verein oder anderweitig mit Fließgewässerpflege zu tun haben.

Ich muss nächste Woche ein Referat darüber halten. Zwar hab ich bereits einigees an Informationen, aber nichts aus Erster Hand.

Ich würde michh sehr freuen, wenn sich der ein oder andere Gewässerwart bei mir meldet und mir vielleicht sogar etwas über die anfallenden kosten sagen kann. Am besten pro Gewässermeter.

Vielen Dank
Max

Aw: Fließgewässerpflege 09 Jan 2015 20:44 #13252

hallo max,
als gewässerwart (und fischereiaufseher) muß ich dir erstmal mitteilen,das du an einem fließgewässer keinerlei verändrungen vornehmen darfst.die sind alle von der oberen oder unteren behörde zu beantragen und zu genehmigen.nun kenne ich ja nicht den umfang deiner maßnahmen ,aber seih versichert, wenn du dir am wasser einen angelplatz freischneidest,hast du schon gegen bestehende bestimmungen verstoßen.falls du es genauer wissen möchtest schlage ich morgen mal nach.ansonsten mache ichs an unserem bach so, das ich garnichts mache,das wasser sucht sich seinen weg von allein.einzige gefahr sind die angrenzenden bauern mit ihrer sche... gülle.
gruß zp

Aw: Fließgewässerpflege 09 Jan 2015 20:45 #13253

p.s. unter www.zanderpitt.de findest du meine telefonnr.

Aw: Fließgewässerpflege 10 Jan 2015 09:51 #13254

Hallo Zanderpitt,

es geht um Pflegeeingriffe, die offiziell gemacht werden dürfen, also in Absprache mit den Ämtern. Solchen, die als Biotopschutz bzw. als Biotopverbesserung gelten. Z.B. Abmähen eines Gewässerrandstreifens und entfernen der Brennessel, des Schilfes um eine Abmagrung des Bodens und somit einen Nährstoffeintrag zu veringen, Entschlammen eines Bahes zur Förderung von vorkommenden Flussmuscheln, usw. .
Vorallem geht es auch darum, welche dieser Eingriffe von staatlicher Seite aus gefördert werden über Programme wie KULAP, LNPR und RzWAS.

Aber Es ist sehr interessant zu hören, dass es da so extrem streng ist. In Bayern wurde durch die Landwirtslobby ein Deutshlandweites Geesetz zur Abstandsregelung ausgehebelt.
Hier dürfen Landwirte bis zum Gewässerrand ihre Felder bewirtschaften und müssen keinen 5m Abstand einhalten. Und der Oberhammer, wenn die Traktoren in eine Bieberröhre fallen und dabei Schaden nehmen wird die Raparatur aus dem Bieberfond gezahlt.
Auf dem Foto seht Ihr die Moosach ca 500m bevor Sie nach Freising rein fließt. auf beiden Seiten ist intensives Grünland. Der Gewäserrandstreifen ist lediglich das, wo der Bauer in der Moosach landen würde, wenn er da rein fährt.

Im Normalfall bekommt das Gwässer seinen Schutzstreifen nur, wenn die Landwirte durch Fördermaßnahmen Geld dafür bekommen, das dieser Schutzstreifen nicht beackert wird.

Ich nehme an deine Kosten zur Gewässerpflege in Form von Freischneiden belaufen sich dann auf 0€.
Hast du irgendwelche Abgaben an die Naturschutzbehörde, Landschaftspflegeverband oder das Wasserwirtschaftsamt zu zahlen? Oder regelmäßige Ausgaben durch Besatzmaßnahmen?


Ich kann leider nicht anrufen, da ich im Studentenwohnheim keinen Empfang habe. und außen würde ich bei dem Wind heute nichts verstehen.

Gruß Max
Anhang:

Aw: Fließgewässerpflege 10 Jan 2015 17:10 #13262

  • Wolfgang
  • OFFLINE
  • Moderator
  • Beiträge: 1361
Max,

du sprichst auf Maßnahmen der naturnahen Gewässerunterhaltung an. Hierfür zuständig sind die Gewässerunterhaltungsträger. Das sind meist lokale Wasserverbände, die auch für die Abwasserbehandlung und manchmal auch Trinkwassergewinnung (Talsperren) zuständig sind. Rufe mal bei Deiner Kreisverwaltung an und lasse Dich mit der Unteren Wasserbehörde verbinden. Die können Dir Ansprechpartner bei den Gewässerunterhaltungsträgern nennen. Dort wird man Dir für die unterschiedlichsten Pflegemaßnahmen grobe Einheitspreise nennen können. Im Rahmen der Erstellung der jährlichen Unterhaltungspläne rechnen die ja auch mit groben Preisen zur Ermittlung der nötigen Haushaltsmittel.

Grüße

Wolfgang

Aw: Fließgewässerpflege 10 Jan 2015 20:14 #13264

hallo max,
bei der unteren wasserbehörde bist du schon richtig.falls sie dir nicht helfen können,melde dich nochmal.
kannst ja mal hier berichten,was sie dir auf deine anfrage geantwotet haben,
gruß zanderpitt

Aw: Fließgewässerpflege 10 Jan 2015 21:06 #13266

Danke ihr beiden.
Ich muss sagen dieses Forum gefällt mir, hier wird einem echt geholfen.
Gruß Max

Aw: Fließgewässerpflege 10 Jan 2015 23:04 #13269

mal ein kleiner tip,
geh an einen kleinen sauberen bach (klasse 2) hebe mal 2 bis 3 größere steine an und halte dabei ein feinmaschiges großes sieb (sehr fein ) dahinter in das abgeschwemde material.du wirst staunen was da alles drin ist.daher ist immer gut zu überlegen wann mann welche arbeiten durchführt.auch mal den sogenannten schlamm ansehen,kann sein das du beim entfernen des schlammes einigen bewohnern die nahrung nimmst.hier fängt die 50er forelle zu wachsen an oder auch der meterhecht.störst du den anfang der nahrungskette ........
petri zp

Aw: Fließgewässerpflege 19 Jan 2015 20:09 #13327

  • Tincer
  • OFFLINE
  • Top Boarder
  • Beiträge: 1257
Angelgärtner schrieb:
...es geht um Pflegeeingriffe, die offiziell gemacht werden dürfen, also in Absprache mit den Ämtern. Solchen, die als Biotopschutz bzw. als Biotopverbesserung gelten. Z.B. Abmähen eines Gewässerrandstreifens und entfernen der Brennessel, des Schilfes um eine Abmagrung des Bodens und somit einen Nährstoffeintrag zu veringen, Entschlammen eines Baches zur Förderung von vorkommenden Flussmuscheln, usw. .
Vorallem geht es auch darum, welche dieser Eingriffe von staatlicher Seite aus gefördert werden über Programme wie KULAP, LNPR und RzWAS. ...


Stunde Landschaftsgärtner ca. 45 € ... dort im Süden
Stunde Hilfsarbeiter ca. 37 €
Stunde Radlader mit Bedienung ca. 100 €
Stunde Mobilbagger mit Bedienung ca. 120 €
Stunde Dreiachser mit Allradantrieb um die 75 €

Entsorgung des Mähgutes entweder vor Ort organisieren (nur Zwischentransportkosten) oder die gängigen Kompostierer der Region anfragen.

Nun musst Du nur noch wissen wie lange Deine Arbeiten so dauern

Die Entschlammung bringt maschinell gar nichts. Das muss hydraulisch geregelt werden, sprich über den Sedimenttransport des Baches selbst. Er muss wieder zum mäandern gebracht werden, evtl. durch punktuelle Querschnittsverringerungen. Letzteres setze dann mal gegen die vor Ort Lobby duch, viel Spaß.

Zu den Gewässerumbauten könntest Du hier mal nachfragen ...
www.ehle-ihle-verband.de/impressum/index.html
Der Herr Wolff kennt sich da aus, hat seine Ing.-Arbeit zu dem Thema geschrieben (so um 1993), um die begradigten Gewässer der Ost-Meliorationsprojekte wieder zu Bächen zu machen.
Ich angele, um dem Lärm der Welt zu entfliehen.
Letzte Änderung: 19 Jan 2015 20:32 von Tincer.

Aw: Fließgewässerpflege 19 Jan 2015 23:15 #13328

Hallo Tincer,
danke für deine gute Antwort. Leider zu spät. Das Refferat war bereits.
Ich habe die Zahlen am Ende geschätzt (Kalkuliert) nach meinen bisherigen Erfahrungen als Landschaftsgärtner).
Ich bin ziemlich so gelandet wie du. Aber mein Prof hatte andere Zahlen. wesentlich niedriger. Und er wollte weniger die zahlen für Arbeiten wie sie wünschenswert wären, sonder für die "Gewässerpflege" wie diese durchgeführt wird. Also bei kleinen Gräben. "Fräße rein und alles raus ohne Rücksicht."
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