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Oldschool vs Newschool
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THEMA: Oldschool vs Newschool

Oldschool vs Newschool 01 Jun 2015 19:02 #13978

Guten Abend,

da gerade extrem wechselhaftes Wetter das Angeln bei uns sehr kurzweilig und unangenehm werden lässt, habe ich mich entschieden ein Thema, was mir schon sehr lange auf dem Herzen liegt anzusprechen. Und zwar Barschangeln mit Naturködern. Bei uns im Verein geht diese Fischart leider vollkommen in Vergessenheit und wird fast gar nicht mehr geschätzt und fristet so sein Schattendasein, obwohl wir Gewässer besitzen, die regelmäßig sehr schöne Exemplare hervorbringen, ab und an auch kapitale Exemplare um die 50cm. Geht es euch da genauso? Oder ist er bei euch eher beliebt?

Nun aber zum eigentlichen Thema: Eure Vorgehensweise mit Naturködern auf Barsch.
wenn ich losziehe verwende ich meist eine 3 Meter Spinnrute (überhängende Bäume) mit 80 Gramm Wurfgewicht, was im ersten Moment etwas overgunned aber ich meine, leider ziehen sich bei mir ausgerechnet neben Bäumen immer wieder die dicken Karpfen meine tauwürmer, rein. Als Hauptschnur kommt eine Durchgehende 25er zum Einsatz. Die bevorzugte Montage ist ein fest montierter Federkiel mit einem 6er bis 10er haken, je nach Beißlaune und Wurmgröße. Schöne Fänge blieben dann natürlich auch nicht aus und so kamen am ersten gezielten Versuch 4 schöne Barsche für die Küche raus.
Am Folgetag dann zwar nur 2, dafür aber mein neuer PB mit 39cm und 1,6 Pfund

Jetzt treiben es aber mal wieder die Engländer auf die Spitze und fangen ihre Großbarsche auf die lecker schmeckenden Garnelen am Link-Ledger, was haltet ihr davon unnd hattet ihr mit dieser Methode schon gezielten Erfolg, oder waren bei euch auch wie bei mir die gefräßigen Karpfen schneller am Futterlatz? Achja, Thema Futter... Ich habe schon mehrere Versuche gestartet Barsche an einen Futterlatz zu binden, jedoch immer Erfolglos. Mein "Grundfutter" bestánd aus zerstückelten Garnelen und Würmern und einer Handvoll Maden, die angefeuchteter Blumenerde beigesetzt wurden. Angefüttert wurde nahe dem Ufer, eben ganz den Engländern nachempfunden! Also, wie ist eure Erfahrung damit?

Nun, das war ja alles altbekanntes, nun aber zu einem interessantem Video, welches ich beim Stöbern auf Youtube gefunden habe:
[video]https://www.youtube.com/watch?v=FIaWV8SWbNY[/video]
Da fängt er doch tatsächlich seine Großbarsche mit der U-Pose!
Mich würde interessieren ob diese köderpräsentation Sinn macht und wie man dann diese Montage bindet und was bei Kleinteilewahl zu beachten ist!
„Die Auffassung, dass ein Karpfen von 20 Pfund 10 Gramm ein großer Triumph sei, man sich aber über ein Karpfen von 19 Pfund 490 Gramm eigentlich schämen müsse, ist handfester Unsinn. Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem Angler ihr Glück davon abhängig machen, ob ein Fisch vor dem Kescher zehn oder zwanzig Gramm Scheiße verliert.“ (Richard Walker)

Aw: Oldschool vs Newschool 01 Jun 2015 19:27 #13979

  • sorpion1
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  • Beiträge: 24
Ich interessiere mich zZ auch sehr stark für das Specimen Perch Fishing, dazu gibt es 2 gute Videos auf Youtube. Dort füttern sie ähnlich wie du und fischen meist auch mit Garnelen und Running Rig.
Falls jemand noch ein paar schöne Links dazu hat gern her damit

Aw: Oldschool vs Newschool 19 Sep 2016 22:17 #15964

  • Chubberoni
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Hallo, interessantes Thema.
Soviel ich weiß wird die Garnelen Taktik in England vor allem in den Commercials verwendet. Gelesen habe ich, dass diese Methode abhängig vom Gewässer entweder sehr erfolgreich sein soll oder aber komplett nutzlos..... Ich selbst habe tk Garnelen noch nie benutzt, ist wohl ein Vertrauens Ding. Aber die Futter Taktik mit zerstückelten Maden bzw. Würmern habe ich oft erfolgreich verwendet. Habe dann durch wenig aber oft Fütterung versucht, die Kleinfische an den Platz zu kriegen. Dann folgen meist die Barsche. Wenn Karpfen an den Platz kommen stelle ich das Füttern komplett ein und wenn das nix bringt wechsle ich von Wurm auf Fischfetzen oder kleine Köderfische. Hilft aber trotzdem nicht immer gegen die Fress Maschinen. Sogar auf 10 cm Köderfische habe ich schon Karpfen gefangen... Und natürlich Hechte, deshalb immer mit Stahlvorfach. Die englischen Karpfen Puffs werden ja meist von den Betreibern Hecht frei gehalten, ganz im Gegensatz zu unseren Gewässern.
Beim Barscheln mit Natur Köder finde ich Montagen wichtig, die einerseits wenig Widerstand bieten, anderseits aber doch eine sensible Bissanzeige. Meine Lieblings Montage nahe am Ufer ist daher ebenfalls eine Posen Montage mit Waggler oder Loafer. Für weitere Entfernungen ein relativ schweres Blei mit ca. 30 g frei laufend an einem Seitenarm. So bleibt das Blei beim Biss am Boden liegen und wird nicht mitgeschleppt, der Fisch kann im Gegensatz zur U Posen Montage frei Schnur nehmen. Ich benutze dann normale Bissanzeiger kombiniert mit drop off Einhängern, bei denen der Schnurclip ganz leicht auslöst.... Und im Fluss mit langsamer Strömung nehme ich einfach ein paar Bleischrote am Link Ledger oder direkt auf der Schnur und fische Stromauf mit einer extrem leichten Zitterspitze....Hoffe es kommen noch ein paar Taktiken zur Sprache.
Gruß Matthias

Aw: Oldschool vs Newschool 20 Sep 2016 15:03 #15967

  • Dübel
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Danke, Matthias, für deinen Beitrag zum Barschangeln. Diese Fischart steht bei mir zwar eher unten auf der Liste, aber da bei mir im Fluss etliche schöne Exemplare bis deutlich über 40 cm vorhanden sind, sollte ich das vielleicht mal ändern.
Ich habe allerdings vor wenigen Wochen mit der von dir beschriebenen Technik (Anfüttern der Kleinfische und dann Posenmontage mit kleinem Naturköder) zwei schöne 31er Barsche fangen können. Ich wollte eigentlich nur Köderfische fürs Wallerangeln fangen. Als ein Barsch mir dann ein kleines Rotauge vom Haken klauen wollte, hab ich kurzer Hand ne leichte Karpfenrute mit Centrepin, schwererm Holundermark-Stick und Stahlforfach + kleinem Drilling bestückt und eben dieses kleine Rotauge (tot natürlich!) ganz vor am Maul angeködert. Präsentiert hab ich diese Montage dann im Trotting-Stil mit häufigen Stopps, damit der Köderfisch verführerisch auftreibt.
So hab ich innerhalb von wenigen Minuten die zwei Barsche gefangen. Üblicherweise versuche ich so eher, Hechte zu fangen, was auch gut klappt, aber dicke Barsche dürfen da natürlich gerne ebenfalls anbeißen...

Garnelen oder dergleichen habe ich übrigens noch nicht als Köder verwendet. Das werde ich auch nicht machen, da ich versuche, möglichst wenig Köder zu kaufen. Sehr old school also - Würmer suchen, Teig kneten, Köderla fangen, ...


Viele Grüße aus Franken

Dübel
Letzte Änderung: 20 Sep 2016 15:08 von Dübel.

Aw: Oldschool vs Newschool 20 Sep 2016 16:15 #15968

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Hmm,
Trotting auf Barsch hört sich interessant an, habe ich bisher aber noch nicht oft gemacht. Werde ich wohl mal etwas intensiver ausprobieren.
Möchte noch eine extrem effektive Technik ergänzen: Gezupfter Tauwurm, ist vor allem gut in kleineren Gewässern, oder dort, wo es nicht so sehr darauf ankommt, weit zu werfen oder weite Strecken abzusuchen. Überlistet aber oft Barsche, die einen Kukö ignorieren... Den Wurm ködere ich nur am Kopfende an und führe ihn mit einem leichten Bleischrot ca. 20 cm davor in sehr kleinen Sprüngen langsam über den Grund, gerne mit Pausen dazwischen. Durch die langsame Führung gibt es meiner Erfahrung nach relativ wenig Hecht Beifang. Ich führe den Wurm nicht an gespannter Schnur, das gibt viele Fehlbisse und geklaute Würmer. Zur Bisserkennung beobachte ich den SchnurBogen, bzw. den Punkt, wo die Schnur ins Wasser taucht... Geht mit ein wenig Übung und Konzentration ganz gut. Beim Biss zähle ich bis 3 und schlage dann an. So halten sich sowohl Fehlbisse als auch tief gehakte Fische in Grenzen. Fische aber immer ohne Widerhaken. Damit der Wurm nicht vom Haken rutscht, kommt noch ein längs halbierter Posengummi auf den Haken.

Aw: Oldschool vs Newschool 21 Sep 2016 07:56 #15969

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In hängerreichen Flüssen geht das auch gut mit der Pose. Das hat auch den Vorteil, dass der Barsch den Wurm gleich zweimal gezeigt bekommt. Das erste Mal, wenn der Köder flussab leicht verzögert vorbeitreibt, das zweite Mal, wenn der Wurm langsam zurückgezupft wird. Ich wollte so zwar gestern eigentlich Forellen fangen (die bei uns hier eher zufälliger Beifang sind), konnte aber in einer knappen Stunde 5 Barsche haken, von denen auch 3 gelandet wurden. Zweimal saß der Barblesshaken wohl nicht ordentlich. Die Fische waren übrigens alle sauber ganz vorne gehakt.
Das verwendete Gerät war eine Shimano Purist Trotter, die DAM Quick Shadow Centrepin (mit der ich allen Unkenrufen zum Trotz nach wie vor sehr zufrieden bin), Stroft GTM 0,18, Drennan Avon float und ein 10er barbless Haken direkt an der Hauptschnur. Köder jeweils ein Drittel Tauwurm.
Die Bisse kamen meist am Ende einer Trottingbahn, wenn der Wurm durch den Stopp der Pose auftreibt. Die Barsche standen unter langen Krautfahnen, die ich mit einer gezupften Bleischrotmontge lieber nicht angeworfen hätte. Die Pose kann ich da gezielt hindurch navigieren. Da ich stets direkten Kontakt zur Pose halte erkenne ich die Bisse nicht nur dort sondern spüre sie auch deutlich durch die Rute.

Viele Grüße aus Franken
Dübel

Aw: Oldschool vs Newschool 24 Sep 2016 15:15 #15980

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Ein Freund von mir versucht es schon ne ganze Zeit mit Garnelen. Barsche hat er damit noch keine gefangen, dafür aber reichlich Karpfen. Die Rüssler hier stehen voll auf Garnelen.

Aw: Oldschool vs Newschool 25 Sep 2016 14:26 #15981

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Kurzes Update - während der letzten 5 Angeltage konnte ich mit der oben beschriebenen Trottingmontage 15 Barsche von 12 bis 32 cm fangen. Das scheint, wenigstens hier an der Regnitz, eine gute Methode zu sein, um gezielt Barsche zu fangen. Außer einem Rotauge und ein paar unvermeidbarer Schwarzmundgrundeln hatte ich keinerlei Beifang. Alle Barsche waren sauber ganz vorne im Maul gehakt. Ein Problem gab es allerdings - mein Zielfisch war eigentlich die Forelle

Viele Grüße aus Franken (wäre mal schön zu wissen, ob es hier noch mehr Franken gibt ...)

Dübel
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