Akzeptieren

Die Webseite verwendet Cookies, um ein optimales Nutzererlebnis zu bieten. Nutzen Sie diese Website oder Dienste weiter, stimmen Sie der Verwendung zu. Mehr Informationen

Spezialisiertes Friedfischangeln & Naturköderangeln auf Raubfische.
Home Forum
Willkommen, Gast
  • Seite:
  • 1
  • 2

THEMA: Rotaugen auf Grund

Rotaugen auf Grund 08 Okt 2016 00:56 #16020

  • Chubberoni
  • OFFLINE
  • Engagierter Boarder
  • Beiträge: 99
Hallo zusammen,
ich habe mich in den letzten Jahren intensiv mit Rotaugen beschäftigt, das heißt mit großen Rotaugen, sagen wir ab 500 g aufwärts, meist im mittleren Fluss. Das Dilemma meiner Erfahrung nach: Grund Angeln oder Trotting? Größere Rotaugen jagen meiner Meinung nach nicht so aktiv hinter dem abtreibenden Köder her wie die kleineren Exemplare. Im Gegenzug sind Bisse an der Zitter Spitze wesentlich schwerer zu verwerten, als an der Pose. Meine Vorgehensweise ist meistens, dass ich zwischen leichter Grundmontage (möglichst wenig Bleischrote am Paternoster, großer SchnurBogen) und Posenmontage (meistens ein Balsa Trotter mit Punktbebleiung, um den Köder so ruhig wie möglich am Grund halten zu können) hin und her wechsle und die Montagen immer wieder verändere. Und zu meiner Schande muss ich zugeben, dass ich auch Selbsthak Montagen verwende....
Wie geht ihr denn auf grosse Rotaugen? Welche Methoden, Köder, in welchen Gewässern, was für Plätze beangelt ihr bevorzugt? Fragen über Fragen... vieleicht gibts ja der einen oder anderen Spezialisten im Forum...
Gruß
Matthias

Aw: Rotaugen auf Grund 14 Okt 2016 07:40 #16035

  • Dübel
  • OFFLINE
  • Ständig hier
  • Beiträge: 312
Hallo Matthias,

meine bisherige Beschäftigung mit Rotaugen bestand darin, eher die kleineren Exemplare als Köderfisch für Hechte zu fangen. Da unser Fluss hier aber einen recht guten Bestand dieser schönen Fische aufweist und ab und zu mal zufällig ein dickes Rotauge am Haken hängt, werde ich den Großen in Zukunft mehr Aufmerksamkeit schenken.

Wir haben hier eine arge Grundelplage, was Montagen mit Grundblei häufig unmöglich macht. Da das Wasser aber jetzt recht kalt ist, hoffe ich auf zurückgehende Grundelaktivität. Da ich am liebsten mit der Pose fische und trotzdem eine statische Köderpräsentstion erreichen möchte, werde ich es mal mit Stret-Pegging versuchen. So kann ich einerseits den Köder - Brotflocke - statisch anbieten, habe andererseits die feine Bissanzeige des Schwimmers und kann auch ein bisschen Strecke machen und nach den Rotaugen suchen.

Ich hoffe auf ein paar zusätzliche Anregungen und werde berichten, ob meine Taktik zu einem erwähnenswerten Ergebnis führt.

Viele Grüße aus Franken

Dübel

Aw: Rotaugen auf Grund 22 Okt 2016 19:58 #16066

  • Dübel
  • OFFLINE
  • Ständig hier
  • Beiträge: 312
So, ich hab es jetzt dreimal versucht, hab jedesmal ein Rotauge gefangen ...
20161018_133228.jpg20161018_133228.jpg

... allerdings kein großes.
Jedesmal haben auch mindestens zwei Grundeln gebissen. Und jedesmal habe ichvaich mindestens eine hier von ...
20161015_164529.jpg20161015_164529.jpg

... die waren immerhin alle über 50. Oder, wenn es ganz schlimm kam, waren schon diese Freunde am Platz ...
20161015_171430.jpg20161015_171430.jpg

... gestern gleich drei, von denen aber nur einer den Weg in den Kescher gefunden hat. Die feine Rotaugenschnur konnte trotz aller Kunst die Flucht in die starke Strömung in der Flussmitte nicht bremsen.

Der Fehler war wahrscheinlich, dass ich jeweils zu Beginn ein bisschen gefüttert habe. Das war zwar nicht viel, aber wohl genug um Karpfen und Brachsen anzulocken. Das nächste Mal gehe ich ohne Futter los und suche die Fische noch aktiver.

Viele Grüße aus Franken
Dübel

Aw: Rotaugen auf Grund 23 Okt 2016 23:37 #16068

  • Chubberoni
  • OFFLINE
  • Engagierter Boarder
  • Beiträge: 99
Hallo Dübel,
stret pegging hatte ich 2 oder 3 mal probiert, aber dann aus eigentlich unerfindlichen Gründen wieder vernachlässigt... Ich glaube mich hat abgeschreckt, dass diese Methode eher etwas für langsame Strömung, nahe Entfernung und relativ flaches Wasser ist. Zumindest für ungeübte wie mich.... Wie auch immer, ich wurde durch deine Versuche motiviert, die Technik mal wieder etwas aufzufrischen.... Bin deshalb letzte Woche 2 mal los, und zwar untypischerweise ohne Medium feeder, sondern nur mit Match rute, um nicht in Versuchung geführt zu werden und auch um so mobil wie möglich zu bleiben. Habe mit Kirsch großen Ballen selbstgemischtem Futter punktgenau gefüttert, ca. 1 Bällchen pro Minute einige Meter stromab von meinem Standplatz an einer schönen ruhigen Strömungskante. Dann zwischen Trotting und Stret Pegging mit Brotflocke hin und her gewechselt. Ergebnis waren viele Rotaugen auf beide Methoden, aber nichts größeres... Die einzige Brasse kam auf den aufliegenden Köder. Hatte wesentlich mehr Rotaugen auf die abtreibende Flocke, was ich allerdings eher darauf zurückführe, dass ich darin einfach geübter bin, und dies ehrlich gesagt auch beide Male öfter und länger angewandt habe als das stret pegging. Nach einigem probieren bzgl. Posen Größe und Typ, wieviel Blei, Entfernung der Bebleiung zum Köder, wieviel Schnur zwischen Pose und Rutenspitze, auf wieviel Übertiefe muss ich die Pose einstellen etc. hatte ich aber den Bogen einigermaßen raus. Den Platz wechseln musste ich nicht, da die Rotaugen vor Ort und hungrig waren. Und obwohl der Rest des Schwarms nach einigen gefangenen Fischen vorsichtiger wurde, war es durch kleine Veränderungen bzgl. füttern, Köderpräsentation und Montage immer wieder möglich, Bisse zu bekommen und zu verwerten. Auf beide Methoden. Wäre vielleicht noch interessant gewesen, zu sehen, wie das in etwas stärkerer Strömung funktioniert. Werde ich die nächsten Tage mal probieren.
Alles in allem muss ich sagen, dass es sich auf jeden Fall lohnt diese Methode im Repertoire zu haben (wie die meisten anderen bewährten Techniken ja auch, je flexibler desto besser)
LG
Matthias

Aw: Rotaugen auf Grund 24 Okt 2016 07:22 #16069

  • Dübel
  • OFFLINE
  • Ständig hier
  • Beiträge: 312
Na das hört sich doch gut an! Ich glaube, unsere Rotaugen hier mögen anderes Wetter. Ich fange die meisten im September. Allerdings war die letzten Tage das Wasser aber auch extrem klar. Jetzt hat es geregnet und der Fluss ist wieder trüber. Wahrscheinlich schaff ich es erst am Wochenende wieder. Stret pegging ist in der Tat auch für mich nur was für flaches Wasser an der ruhigen Strömungskante in Ufernähe. Da halten sich aber auch meist Fische auf. Weiter draußen Richtung Flussmitte stehen hier eher die Barben und die lass ich gerne in Ruhe.

Aw: Rotaugen auf Grund 29 Okt 2016 20:33 #16081

  • Dübel
  • OFFLINE
  • Ständig hier
  • Beiträge: 312
Ich nähere mich dem Ziel. Jetzt fange ich keine Karpfen oder Brachsen mehr. Stret-pegging funktioniert ganz gut. Ich nehme dazu eine selbstgebaute Papierpose
20161005_091600.jpg20161005_091600.jpg

Die lässt sich ohne viel Widerstand in der Strömung halten.
Gestern hatte ich tatsächlich mal ein Rotauge der Ü30-Klasse am Haken. Leider hat es kurz vor dem Kescher die Richtung gewechselt und den barbless Haken ausgespuckt.
Heute gab's dann außer den obligatorischen Grundeln (heute nur 5, gestern 10) diesen schönen Fisch.
20161029_155249.jpg20161029_155249.jpg

Kein Rotauge, aber wer würde sich über diese 52er Barbe beschweren!?

Aw: Rotaugen auf Grund 30 Okt 2016 10:00 #16083

  • Christian
  • OFFLINE
  • Top Boarder
  • Beiträge: 419
Petri zur Barbe und klasse, dass Du Dich an die Paperposen gewagt hast.

Ich wollte auch zeitnah einige Versuche mit Papier starten - muss mir aber zunächst noch die Formen herstellen.
Hast Du Deine wie die Zephyr-floats hohlgebaut - oder sind sie durchgehend gewickelt?
Wo liegt die Tragkraft bei ungefähr welcher Länge/Durchmesser?

Gruß
Christian

Aw: Rotaugen auf Grund 30 Okt 2016 15:10 #16084

  • Dübel
  • OFFLINE
  • Ständig hier
  • Beiträge: 312
Die beiden Posen sind in der Tat Zephyr Nachbauten. Allerdings nicht ganz original, da aus Zeitungspapier und mit durchgehendem Bambuskiel, aber sonst so wie das englische Vorbild. Hohl und aus zwei Teilen zusammengefügt. Wie auf dem Bild zu sehen sind sie ca. 15 cm lang. Die dünnere misst ca. 1 cm , die dickere 1.5 cm im Durchmesser. Dünn trägt 4 BB (1.6 gr), dick trägt 9 BB (3.6 gr). Die beiden waren meine Prototypen, um zu testen, ob das Modell was taugt. Ich werde auf jeden Fall über den Winter noch etliche bauen. Schnell gemacht, ohne Dreck und Staub, kaum Materialkosten und sehr gut verwendbar. Ich werde mir allerdings noch einen Former drechseln, damit die Produktion etwas einfacher und schneller geht.

Viele Grüße aus Franken

Dübel

Aw: Rotaugen auf Grund 30 Okt 2016 15:59 #16085

  • Christian
  • OFFLINE
  • Top Boarder
  • Beiträge: 419
Hi,
mit 3-4 Gramm könnte ich durchaus arbeiten.
Einige englische Posenbauer, die in den letzten Jahren Zephyrs nachbauen wollten, hatten oftmals Probleme mit dem richtigen Kleber bzw. Papier.
Welchen Leim/Kleber hast Du verwendet, oder hast Du direkt den Lack benutzt?
Die Formen wollte ich mir aus Messing, Aluminium oder Stahl auf der Drehbank herstellen. Mit ein wenig Trennmittel sollten die Kegel dann wieder leicht zu lösen sein.

Spannendes Thema jedenfalls.

Gruß
Christian


@Wolfgang: Unsere Posendiskussion passt hier nicht wirklich ins Thema.
Eventuell wäre es sinnvoll die Beiträge in einen eigenen Papierposenbeitrag zu verschieben.
Letzte Änderung: 30 Okt 2016 16:06 von Christian.

Aw: Rotaugen auf Grund 30 Okt 2016 16:36 #16086

  • Dübel
  • OFFLINE
  • Ständig hier
  • Beiträge: 312
... ja, verschieben wäre sicher sinnvoll!

Kleber ist kein Problem. Da kommt ganz am Ende des Papierstreifens einfach ein bisschen Pritt oder sowas drauf und den Rest erledigt der Lack. Mehr Kleber würde die Pose nur unnötig schwer machen.
Ohne Former funktioniert es auch, mit werden die aber viel gleichmäßiger. Ob du da wirklich Trennmittel brauchst? Bei der konischen Form sollte es eigentlich auch so ganz gut runter gehen.

Ich probier es mal mit nem Holzteil. Als Schreiner hab ich es nicht so mit Metall.

Viele Grüße aus Franken

Dübel
  • Seite:
  • 1
  • 2
Ladezeit der Seite: 0.13 Sekunden

Neu im Forum:

Mehr »