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Winterdöbel - Anfängerfragen
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THEMA: Winterdöbel - Anfängerfragen

Winterdöbel - Anfängerfragen 01 Dez 2016 10:58 #16198

Hallo zusammen,
ich bin noch recht unerfahren - angle erst seit diesem Jahr, daher habe ich eine Menge "primitiver" Fragen.
Ich möchte mich im jetzt im Winter(?) gezielt auf Döbel angeln und habe letzten Sonntag nach ausführlicher Internet/Buch-Lektüre meinen ersten Versuch gestartet. Folgende Montage habe ich benutzt:
0,30mm Hauptschnur , dann einen Wirbel mit Karabiner aufgezogen, dann Gummiperle, dann Gummistopper, dann Schlaufe. An den Karabiner habe ich ein Tiroler Hölzel 30Gramm befestigt. (Tiroler Hölzel deswegen weil in der Fulda noch sehr viele Blätter am Grund unterwegs sind.)
Das Vorfach: 50cm, 0,25mm 5 -er Wurmhaken mit Schlaufe-in-Schlaufe an die Hauptschnur-Schlaufe.
Köder: Hühnerleber mit Paniermehl bestreut.
Rute: 2,70 Winkelpicker mit weicher Spitze und 3,60 Feederrute

Beim ersten Auswurf vor einen überhängenden Baum hatte ich sofort einen Anbiss und habe einen schönen Döbel (ca 38cm) gefangen. Danach ging nichts mehr. An der selben Stelle gab es noch ein paar zaghafte Anbisse aber ich konnte nichts fangen. Bin dann mehrfach Stromaufwärts gewandert - da ging gar nicht mehr.

So jetzt die Fragen:
Haken - Kann/soll ich lieber einen Aalhaken nehmen? Auf den lange Schenkel kann ich vermutlich die Leber besser aufziehen
Hakenfarbe - welche Farbe sollte ich nehmen brüniert oder vielleicht rot?
Vorfachlänge 1 - sind 50 cm zu wenig? sollte ich besser auf 70-100cm gehen?
Vorfachlänge 2 - reich es vielleicht durch verschieben des Stoppers auf der Hauptschur die Vorfachlänge verändern oder bringt das nichts, da dann ja die Hauptschur ein Teil der Verlängerung sein wird?
Vorfachmaterial: Was haltet ihr von 0,22mm Fluorcarbon? Ist Dyneema zu auffällig ?
Tiroler Hölzel - sind 30gramm zuviel? Ich hätte noch 10 bzw 20 Gramm.
Verbindung - Viele nehmen eine Wirbel mit Karabiner um das Vorfach anzubinden. Da aber der Döbel sehr vorsichtig sein soll, dachte ich das Schlaufe in Schlaufe unauffälliger ist. Ist das richtig gedacht?
Hot spot - Wo würdet ihr empfehlen sollte man den Döbel suchen? Im internet sind recht wiedersprüchliche Aussagen zu finden. Strömmung, Deckung, Flussmittte ... ? Wie geasagt ich angele an der Fulde im Raum Bebra.
BreadMash - Kann mir jemand noch mal erklären wie man das zum Anfüttern vorbereite und benutzt?

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir zu der einen oder anderen einen Tipp geben könntet.

Die Feederruterute werde ich durch einen 2. Winckelpicker mit weicher Spitze ersetzen. Die war mit unter den Bäumen zu lang.
Letzte Änderung: 01 Dez 2016 12:54 von fordprefekt.

Aw: Winterdöbel - Anfängerfragen 01 Dez 2016 17:59 #16200

  • Andal
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  • Beiträge: 439
Als allererster Tipp, lass die zweite Rute zu Hause. Eine ist mehr als genug, wenn du konzentriert angeln willst. Wobei mir dein Setup mit 30er Schnur schon sehr kräftig anmutet. Mehr als eine 22er habe ich für solche Fälle nie auf der Rolle. Das würde dann auch viel besser zu deiner Winklepicker passen.

Haken. Da bevorzuge ich Wide Gape Haken mit kurzem Schenkel. Nach meinem Empfinden haken die am besten und sie halten auch weiche Leber, wenn man diese so oft wie möglich durchsticht, regelrecht aufnäht. Diese Haken sind auch alle dunkel gefärbt.

Meine Vorfächer sind anfangs so um die 60 cm lang. Je nach dem, wie die Bisse kommen mache ist sie länger (spitze Bisse), oder kürzer, wenn es keine ordentliche Indikation gibt.

22er Vorfächer sind eigentlich schon sehr dick, etwas für sehr große Fische und gefährliche Stellen. Ein 18er aus gewöhnlichem Mono reicht vollkommen aus.

Das Senkgewicht ist ja abhängig von der Strömung. Viel wichtiger ist mir, dass es möglichst reibungsarm auf der Hauptschnur läuft. Von Korum, oder auch Drennan gibt es entsprechende Verbinder für Hauptschnur und Vorfach, die gleichzeitig auch den Knoten schonen und wie ein Anti Tangle wirken.

Mashed Bread stelle ich mir denkbar einfach her. Weißbrotscheiben, wie sie sind in einen Eimer, Wasser dazu und gut weichen lassen. Wasser abgießen, leicht ausdrücken und dann die Scheiben grob zerpflücken und dann damit aus der Hand anfüttern.

Bezüglich der Hot Spots kann ich dir für die Fulda gar nichts raten, da ich den Fluss nicht kenne. Aber du warst ja an einer Stelle schon erfolgreich. Das ist dein Ansatz!
ARGE Zielfisch

Aw: Winterdöbel - Anfängerfragen 01 Dez 2016 19:18 #16201

Erstmal vielen Dank für die Tipps!

Ich habe auch kürzere "Rundhaken" , mal sehen ob ich die Leber darauf bekomme ...

Ja, vielleicht sind meine Schnüre zu stark, aber ich bin mir da noch zu unsicher auf 18-er Schnur zu gehen.

Klar das ich hier keine konkreten Hotspots erfahren kann, das wäre zu einfach . Ich wollte nur wissen ob ich besser in der Strömmung oder besser im beruhigten, ufernahem Bereich es versuchen sollte. Aber anfangen werde ich an der Stelle wo es schon beim letztem Mal geklappt hat. Dann wandere ich diesmal Flussabwärts - mal sehen ob da mehr geht. Das Wetter scheint ja am Wochende mit zuspielen ...

Aw: Winterdöbel - Anfängerfragen 01 Dez 2016 20:11 #16202

  • Andal
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  • Beiträge: 439
Das mit der Schnur ist ja auch kein Dogma und fürs erste bist du mit stärkeren Leinen bestimmt nicht auf der falschen Seite. Etwas Sicherheitspuffer fürs Gefühl schadet auf keinen Fall.

Und um nochmal auf die Stellen zurück zu kommen. Ich befische zwei Flüsse. An dem einen suche ich sie eher in den tiefen Rinnen, weil dort leider kaum andere Strukturen, oder Deckungen vorhanden sind. Am anderen fische ich lieber unter Büsche und in den kleinen Rückstaus von umgefallenen Bäumen. Leider sehen halt beide Flüsse nicht so traumhaft aus, wie in den vielen englischen Videos.
ARGE Zielfisch

Aw: Winterdöbel - Anfängerfragen 02 Dez 2016 00:37 #16203

  • Chubberoni
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Hallo,
eine Rute finde ich beim Döbel angeln in kleinernen Flüssen ebenfalls vernünftiger. Die meisten Plätze sind eh zu eng für 2 Ruten und man ist wesentlich mobiler.
Mobilität ist auch mein Haupttip. Je weniger Gerät Du dabei hast, desto öfter wirst Du die Stelle wechseln und desto größer die Wahrscheinlichkeit auf Döbel. Und wenn ich einen Döbel an einem Platz gefangen habe, mache ich dort zwar immer noch einen oder zwei Würfe, aber meist geht nach einem Fisch nichts mehr. Hast Du ja auch beschrieben. Dann wechsle ich auf jeden Fall die Stelle und wenn ich denke, dass trotzdem noch Fische in der Nähe sind, füttere ich vorher noch sehr sparsam und kehre dann später zurück. Oft bekommt man nach ein oder zwei Stunden doch noch einen vertrauensvollen Biss.
Wenn ich mir nach ein paar mobilen Versuchen ein Bild des Flusses gemacht habe und auch schon an einigen Stellen Döbel vermute, gehe ich oft folgendermassen vor: Ich suche mir 5 oder 6 erfolgversprechende Plätze aus, die ich sparsam mit Bread Mash oder Grundfutter oder kleineren Kostproben des Hakenköders anfüttere. Auf dem Rückweg fische ich eine Stelle nach der anderen ab. Döbel können überall stehen. Klassische Stellen sind zwar überhängenden Büsche oder ins Wasser gestürzte Bäume, oft ist es mir aber passiert, dass diese Bilderbuch Plätze keinen Fisch brachten und die Fische an wesentlich unscheinbareren Plätzen (wie den von Andal beschriebenen tiefen Rinnen) standen. Hier hilft nur loten und ausprobieren. Auf jeden Fall würde ich im Winter Plätze mit einer gewissen Tiefe (natürlich von der durchschnittlichen Gewässertiefe abhängig) und relativ ruhiger, gleichmässiger Strömung bevorzugen. Strömungskanten zwischen ruhigen und schnell fließenden Bereichen sind immer einen Wurf wert, genau wie die Kante der Steinpackung...
Gerät zum Döbel angeln halte ich sehr beschränkt, einfach und stabil: Zum 6er oder 8er Karpfenhaken durchgehende 22 er Hauptschnur mit möglichst wenig Bleischroten am Seitenarm. Döbel reagieren meist sehr allergisch auf schwere Bleie, die direkt über ihnen ins Wasser platschen. Und da man im Laufe eines mobilen Döbel Tages meist mindestens eine sehr Hängerträchtige Stelle befischt, habe ich lieber etwas (was Döbel betrifft) dickere Schnur. Döbel sind keine guten Kämpfer im klassischen Sinne, aber ausgebufft... Ist ein Hindernis in der Nähe, dann finden Sie es. Dagegen helfen eine 3,30 oder 3,60m lange Medium Feeder Rute und ein kompromissloser Drill.
Alles was ich sonst noch mitnehme sind ein Eimer, meine paar Kleinteile, ein Rutenhalter, ein Kescher und eine Abhakmatte zum draufsetzen.
Hoffe, es war was hilfreiches dabei.....
Grüße
Matthias

Aw: Winterdöbel - Anfängerfragen 02 Dez 2016 00:56 #16204

Vielen Dank für die Tipps! Interessant finde ich, dass du ohne Vorfach angelst. Das werde ich auf jeden Fall auch mal probieren, wenn ich mich bei dem Haken klarer geworden bin. Vorläufig werde ich beim Vorfach bleiben um einfacher verschiedene Haken wechseln zu können. Habe meine Montage von Schlaufe in Schlaufe auf Karabiner + Schaufel gewechselt, da ich im Internet gelesen habe, das Schlaufe in Schlaufe eher reißen kann (warum verstehe ich nicht).

Habe hier übrigens einen guten Artikel gefunden, der ziemlich genau auf meine Fragen passt
www.classycatchers.de/pro-artikel-friedf...-frostiges-vergnugen

Wie ist das eigentlich mit der Bisserkennung - ich war mir am Sonntag unsicher wann der richtige Moment zu Anschlag war. Hatte mehrfach beim Schwingen der Spitze kräftig angeschlagen (habe gelesen das man beim Döbel etwas stärker anschlagen soll) , leider flog meistens nur die Montage ohne Fisch in einen großen Bogen ins Gebüsch
Dazu kommt das in der Fulda noch ziemlich viel Blätter am Grund unterwegs sind. Wenn die an den Haken geraten, sieht das wie ein kurzer harter Biss aus dann weiß ich immer nicht habe ich den Biss verpasst, ist der Köder ab oder hängt ein Blatt am Haken.

Aw: Winterdöbel - Anfängerfragen 02 Dez 2016 10:03 #16205

  • Chubberoni
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Hmm, Bisserkennung und der richtige Zeitpunkt des Anhiebs sind eine Frage der Übung. Es erfordert etwas Praxis, die Schnur Schwimmer (sowohl von Fischen als auch von Treibgut) von den richtigen Bissen zu Unterscheiden. Ich schlage nicht beim kleinsten Zupfer an, sondern nur wenn ich sicher bin, dass es sich um einen hakbaren Biss handelt. Döbel sind schnell vergrämt....
Beim klassischen stromabwärts angeln zeigen sich die Bisse von nicht misstrauischen Fischen an der richtigen Montage und einer möglichst leichten Feederspitze oft als kurzer Zupfer, gefolgt vom Krummziehen der Spitze. Anschlag am besten erst beim Krummziehen.
Blattbisse oder Schnur Schwimmer zeigen sich dadurch aus, dass die Spitze nach einem kurzen Ruck oder ansatzlosem Krummziehen schnell wieder in die Ausgangsposition zurück springt.
Bei stark beangelten (was in Deutschland zugegebenermassen eher selten vorkommt) oder nervösen Fischen sind die Bisse oft ansatzlose, heftige Rucke, die sehr schwer anzuschlagen sind.
Es hilft hier (und eigentlich in den meisten Situationen in leichter bis mittlerer Strömung), mit einem grossen Schnur Bogen und einem gegen die Strömung möglichst fein ausbalancierten Bleigewicht zu fischen. So spürt der Döbel wenig Widerstand und die Bisse sind wesentlich vertrauensvoller.

Aw: Winterdöbel - Anfängerfragen 02 Dez 2016 11:22 #16206

  • nerdwuermle
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  • Beiträge: 122
Zum Thema Bisserkennung: Ich nutze zum Downstream Legern eine 4,20er Matchrute und Centrepin. Reicht von der Bissanzeige her vollkommen. Upstream Legen macht sich am besten mit einer Picker oder leichten Feeder, da du das Blei so leicht wie möglich wählen und ganz dezent vorspannen musst.
absolutely perfect condition...

Aw: Winterdöbel - Anfängerfragen 02 Dez 2016 19:16 #16208

  • patrick
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  • Beiträge: 986
Servus

Wenn du recht felexibel sein willst kauf dir unbedingt ein paar Gummi Posenstopper.
Ich verwende die Grippa Stops von Drennan...die kann ich auch auf gröberem Gerät verwenden.
Entweder du fädelst eine Schlaufe durch den Stopper und schneidest diese dann auf...somit hast du die durchgehende Hauptschnur und gleichzeitig einen Seitenarm...oder du fädelst vorher ein Ledgerbead oder Wirbel auf und dann den Stopper.

Fester und laufender Seitenarm eben.

Ich persönlich nehme immer 2 Ruten mit.
Nicht um mit beiden gleichzeitig zu angeln, sondern um mit der Montage angepasster und flexibler zu sein.

Feinere Schnur (um die 14/16) und kleinere Haken für Brotflocke und Co und eine mit kräftigerem Gerät (20/22er Schnur und dicke Haken).

4er Wide Gape Spec. von Drennan nehme ich für Leber, Teig und Frühstücksfleisch z.B.
10er - 16er sweetcorn barbless von Drennan für Brotflocke.

Dann kannst du dir aussuchen ob die mit ein paar Bleischrotenb auf dem Seitenarm angelst oder einen kleinen geschlossenen Feederkorb (z.b. Blockendfeeder medium oder light von Drennan).
Ich werde die Tage wieder mit Leber anfangen und werde davon auch was in den Korb geben.

Wenn ich das Gewässer absuchen will nehme ich meistens den festen Seitenarm mit Bleischroten, und wenn ich den Köder eher bewusst platziere den laufenden mit etwas mehr blei oder den mit Futterkorb.
Deshalb auch die 2 Ruten.

Und im Winter nehme ich oft sehr weiche Ruten.

Z.B. die Rovex John Wilson Avon oder Puddle Chucker von Drennan in 1.25 lbs
Damit gibt es auch keine probleme mit der Bisserkennung. Die kommen in der Regel schön weich und gleichmäßig. Jedenfalls bei Leber und Teig.
"BLOOD, SWEAT and BEERS"

-Frei nach Winston Churchill

Aw: Winterdöbel - Anfängerfragen 02 Dez 2016 22:24 #16210

Leber im Futterkorb? Geht da um das "Aroma" welches die Leber in das Wasser abgibt, oder soll die Leber feingeschnitten sein das immer mal paar Stückchen rausfallen?

Legst du auch mal beide Angeln aus, oder immer nur abwechselnd?

Ich habe vor mit Mashed Bread anzufüttern, kann ich dann trotzdem mit Leber angeln oder muss es eine Brotflocke sein?

Ich habe mir die eine Montage fas so gebaut wie du gesagt hast: Wirbel + Perle + Gummistopper. Die Perle brauchte ich da sonst der Stopper durch den Wirbel gerutscht wäre. An den Wirbel habe ich ein Stück Schnur mit ein paar Klemmbleikugeln gemacht. Da bin ich mir noch unsicher wie schwer das sei sollte ....
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