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THEMA: Ungewohnte Bisse

Ungewohnte Bisse 25 Sep 2016 19:36 #15982

Freitag, ein Termin ist geplatzt, voll spontan ein paar Stunden raus zum Angeln! Ausgeworfen, zurückgelehnt, die unerwartete Freizeit genießen! Geplant: Extrem Power Relaxing!!!

Die Barben hatten anderes vor. Es rappelte fast ständig, von 62 bis 75 cm. Mal dick und fett

Ruhr2.JPGRuhr2.JPG


Ruhr3.JPGRuhr3.JPG


mal lang und schlank.

Ruhr5.JPGRuhr5.JPG


Alle natürlich im neuen großen Kescher gemäß dem Handling Code der Barbel Society schön ausruhen lassen.

Ruhr4.JPGRuhr4.JPG


Und wie immer Haken ohne Widerhaken!

Ruhr6.JPGRuhr6.JPG


Ein denkwürdiger Tag, und Biss auf Biss. Wenn ich alle verwertet hätte...

Und das führt mich zu meiner Frage, nur ein einziges Mal hatte ich den typischen Full Pull, ansonsten zappelte die Rutenstitze, als hätte ich ein Rotauge dran und keine zornige Barbe.
Ich habe teilweise direkt querüber geworfen, knapp 10 Meter, hatte dann trotz kurzer Distanz wegen der starken Strömung, einer deutlichen Schnurbogen bis zum zum Korb. Ein flacher Madenkorb, 80g, der von Zeit zu Zeit von der Strömung etwas versetzt wurde. Dabei, oder direkt danach hatte ich auch Bisse.

Lag es an der Strömung, dem Schnurbogen, daran dass der Futterkorb nicht lang stromab lag? Natürlich hatte ich auch Schnurkontakte und merkte, wenn die Barbe am Korb nuckelte. Das konnte ich eigentlich gut von den eigentlichen Zuppelbissen unterscheiden.

Ach so, ich habe einerseits mit knapp 30 cm Vorfach gefischt und auch mit etwa 80cm, den typischen Biss hatte ich auf das kurze, da hatte ich eigentlich auf mehr brutale Bisse gehofft, aber da zuppelte es meist auch.

Im Drill musste ich gerade in der Endphase brutale Rucke parieren, darum war ich froh, mit Mono gefischt zu haben (und mit meinem sensiblen Händchen). Würdet Ihr eher eine Geflochtene empfehlen, wegen des Schnurbogens? Trotz weicher Rute hätte ich Sorge, dass das Vorfach knallt. Ich hatte 25er Hauptschnur, einerseits 22er Mono-Vorfach, andererseits 15 lbs geflochtenes Karpfenvorfach.

Mancher wird jetzt sagen, rein akademische Fragen, der hat ja eh unverschämt gut gefangen. Aber ich möchte auch an den Details arbeiten, es kommen auch die zähen Tage, wo man um den einen Bisse kämpfen muss. Und da hätte ich halt auch gern gute Karten...
Anhang:
Mit wie gewohnt besonders freundlichen Grüßen aus dem Revier
Wolfgang

A40 - woanders is auch Scheisse
Letzte Änderung: 26 Sep 2016 17:22 von Tief im Westen.

Aw: Ungewohnte Bisse 25 Sep 2016 20:32 #15983

  • Christian
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  • Beiträge: 419
Nabend,
zunächst meine Glückwünsche zu den Barben.

Da ich Dein Hausgewässer kenne möchte ich als nur "Gelegenheitsbarbenangler" dennoch meine Sichtweise kundtun.
Bei der in deiner Strecke vorkommenden Durchschnittsgröße wäre mir ein 22er Vorfach zu dünn.Eine 25er als Combo-Link wäre da bei schweren Körben mein absolutes Minimum. Als Hauptschnur kann dann 27er oder gar 30er herhalten. Den Druck kannst du von der Hauptschnur nehmen indem du bewusst einen großen Schnurbogen herauslässt.
Dies bezieht sich auf eine Festbleimontage.
Fischt du ebenfalls fest?
Auf den Bildern sieht es so aus als ob du eine Shimano Twinpower Feeder fischst. Welche ist es?
Ferner sieht es so aus als ob ihr bei einem Ring die Einlage fehlt. Das sollte natürlich, sofern es zutrifft gerichtet werden. Eine 27er Mono ist auf dieser Rute natürlich schon recht derbe.
Geflochtene mag ich nur beim Distanzfeedern.

LG Christian

Aw: Ungewohnte Bisse 26 Sep 2016 10:18 #15984

Gutes Auge, Christian!

Es ist die Medium Heavy 120 Twin Power. Den Ring hatte ich Minuten vorher zerstört. (Na gut, in Wahrheit sprang eine Barbe ans Ufer, zerschlug ihn mit der Schwanzflosse, verurdsachte mit dem Kops eine schwere Prellung am Bein und glitt dann wieder zurück)


Die Stroft GTM 0,25 trägt 6,4Kg, meinst Du wirklich, man braucht mehr?

Ich fische grundsätzlich keine Festmontagen, einerseits sitze ich direkt bei meinen Ruten und kann ggf. den Haken setzen. Gegen die Ruten, trotz Baitrunner, haken sich die Barben trotzdem selbst. Ich möchte aber sicher sein, dass die Barbe sofort frei ist, wenn mal was reißt.

Manchmal habe ich Abrisse an seltsamen Stellen, obwohl direkt vorher alles überprüft wurde. Verdacht: Steine, Muscheln und vor allem Tangel trotz Anti-Tangel-Montage, wenn die Schnur um Wirbel oder Karabiner sitzt. Ich decke jetzt schon alles mit Silikonschläuchen ab.

Schnurbogen vermeiden ist gut, hießt aber noch mal 30-50g schwerer fischen, da komme ich mir gleich wie ein Welsanglervor und überlege, ob eine Ballon-Montage prickelnd wäre. Nee, ich fische lieber etwas leichter.
Mit wie gewohnt besonders freundlichen Grüßen aus dem Revier
Wolfgang

A40 - woanders is auch Scheisse
Letzte Änderung: 26 Sep 2016 10:22 von Tief im Westen.

Aw: Ungewohnte Bisse 26 Sep 2016 12:28 #15985

  • Chubberoni
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  • Beiträge: 99
Hallo,
Vorweg erstmal, ich will nicht Schlaumeiern, Deine Resultate sprechen für sich und wer fängt hat recht. Also Bitte nicht als Kritik verstehen sondern als Anregungen.
Grundsätzlich sehe ich es so, dass die Barbe, sobald sie beim Biss Widerstand spürt, instinktiv stromabwärts flüchtet. Fischt man Stromauf oder quer zur Strömung, bewegt der Fisch beim Biss den Korb stromabwärts und nimmt damit die Spannung aus der Schnur. Die durch den Strömungsdruck krumme Spitze springt gerade. Das heißt wenn man den "typischen" Fluchtbiss mit krummer Rute will, muss man stromabwärts fischen. Soll nicht heißen, dass sich die Fische nicht auch Stromauf oder quer selbst haken würden. Was das Blei Gewicht betrifft habe ich festgestellt, dass ich beim Fischen quer zur Strömung am meisten Blei brauche um den Korb am Platz zu halten. Am wenigsten Blei benötige ich Stromauf. Ich nehme aber auch hier lieber ein paar Gramm mehr. einerseits wegen dem besseren Selbsthak Effekt, andererseits um auch zuverlässig am Platz zu bleiben. Rollende Körbe mögen den einen oder anderen Biss mehr provozieren, ich habe aber Angst wegen der erhöhten Hänger Gefahr. Tony Miles hat mal geschrieben, er kann bei starkem Strömungsdruck trotzdem ziemlich leicht fischen, indem er extrem weit stromabwärts wirft. So ist der Schnur Winkel sehr flach und weniger Druck auf der Schnur.
Ich angle sowohl mit Selbsthak als auch Durchlaufmontage. Erstere hakt offensichtlich besser, bei letzerer gibt es die bessere Bissanzeige, vor allem bei weicheren Ködern und vielen Kleinfischen bzw. Krabben wichtig. Man will ja nicht Stundenlang ohne Köder angeln.... Oder mit lebendem Köderfisch, wenn sich mal wieder eine Grundel selbst aufgehängt hat...
Was die SchnurStärke betrifft bin ich Christians Meinung. Vor allem wo es viele Steine gibt, braucht man einfach etwas zusätzliche Abriebsfestigkeit. Ich würde in größeren Flüssen nicht unter 30er Hauptschnur und 25er Vorfach gehen, lieber 0,27. Dann kann man die Barbe im Dill auch etwas mehr unter Druck setzen und sie ist danach nicht so erschöpft. Vor allem im Sommer wichtig, die Barbe braucht dann deutlich weniger Zeit im Kescher...
So und nun genug klug geschissen, jetzt bleibt mir nur noch ein herzliches Petri zu den tollen Fischen.
Gruß
Matthias

Aw: Ungewohnte Bisse 26 Sep 2016 12:29 #15986

  • Christian
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Hi Wolfgang,

die 25er passt schon sehr gut zur Rute. Höher würde ich bei der auch nicht gehen.
Von der Tragkraft her reichen die 6,4kg allemal - da sehe ich kein Problem.

Du schreibst ja selber von Hängern, Steinen und Muscheln etc. Da bietet eine dickere Schnur unabhängig von der Tragkraft einfach eine höhere Abriebsfestigkeit. Legt sich die Hauptschnur oder das Vorfach unbeabsichtigt um den Korb wird die Schnur im Drill schnell gesprengt.
Setzt sich der Korb in den Steinen fest und ein Fisch hängt am Haken, ist ein kurzes 22er Vorfach ebenfalls schnell gesprengt. Das kann durchaus gewünscht sein, bei einem etwas stärkeren Vorfach könnte der Fisch andererseits ggf. den Korb freihebeln.

Meine Festbleimontage ist "semifixed". D.h. für den Selbsthakeffekt ist der Korb fixiert, gleitet dann aber im Drill in der Regel frei und kann auch bei einem Abriss leicht "abgeschüttelt" werden. Hierzu eignen sich zB. die Korda Shockleader Sleeves gut.

Bei dem Schnurbogen hast Du mich glaube ich falsch verstanden. Ich lasse bewusst einen großen Schnurbogen bestehen, da so Druck vom Korb genommen wird und ich leichter fischen kann. Die Bisse sind trotzdem gut erkennbar.

Zum defekten Ring:
Du kannst eine neue Ringeinlage mit 2K-Kleber in den Ring einkleben, musst also nicht den gesamten Ring wechseln. Falls Du keine passende Einlage findest kann ich gerne schauen ob ich etwas passendes liegen habe.

Beste Grüße
Christian
Letzte Änderung: 26 Sep 2016 12:31 von Christian.

Aw: Ungewohnte Bisse 26 Sep 2016 12:34 #15987

  • Christian
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....sehe gerade, dass Matthias bzgl. Abriebsfestigkeit etc. schneller war

Aw: Ungewohnte Bisse 26 Sep 2016 13:12 #15988

  • Chubberoni
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Hmm, wollte auch noch was zum SchnurBogen schreiben, aber diesmal war wohl Christian schneller Vollkommen einverstanden.
Bleibt nur noch eine Anmerkung zu den Verwicklungen. Für mich funktionieren am besten Montagen mit möglichst wenig Teilen. Korb, Perle (am besten finde ich die hohlen Buffer Beads), Wirbel ohne Karabiner, Monofiles Vorfach. Stark und schnell zu binde. Gegen Verwicklungen hilft noch am besten, wenn man die Montage kurz vor auftreffen auf die Wasseroberfläche mit dem Finger oder der Handfläche stark abbremst, so dass sich daß Vorfach streckt. Guter Nebeneffekt: Es platscht auch nicht so laut...
LG
Matthias

Aw: Ungewohnte Bisse 26 Sep 2016 13:44 #15989

  • banktramp
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  • Beiträge: 92
Hi ,

also ich glaube das für das gezuppel tatsächlich Kleinefisch verantwortlich ist.

Wäre mit einem 14er HAken und zwei Maden schnell zu überprüfen.

Ansonsten würde ich den Korb mit Isoband umkleben um weniger MAden raus zulassen-

Mehr Fressneid für weniger Maden evt.führt das zu besseren Bissen.


Grüße

Aw: Ungewohnte Bisse 26 Sep 2016 14:21 #15991

  • Christian
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  • Beiträge: 419
banktramp schrieb:
Hi ,

also ich glaube das für das gezuppel tatsächlich Kleinefisch verantwortlich ist.

Wäre mit einem 14er HAken und zwei Maden schnell zu überprüfen.

Ansonsten würde ich den Korb mit Isoband umkleben um weniger MAden raus zulassen-

Mehr Fressneid für weniger Maden evt.führt das zu besseren Bissen.


Grüße


Gerade in der warmen Jahrezeit habe ich mich früher von dem "Gezuppel" oft irritieren lassen.
Tatsächlich sind hierfür oft Kleinfische verantwortlich. Dabei zerren sie noch nicht einmal am Köder oder gar Korb.

Ukeleischwärme im Uferbereich "knabbern" gerne an den Dreckpartikeln (Pappelpollen etc.) die sich in der Schnur verfangen haben und sorgen dabei für zuckende Spitzen. Auch Schlagschnurknoten werden gerne attackiert.

Beim Döbelfischen setze ich gerne die Splitshot-Link-Leger-Montage (was für ein Wort ) ein und stoppe den Seitenarm mittels Silikonposenstopper.
Es dauerte ein wenig bis ich herausbekam, dass Kleinfische scheinbar versuchen diese "madenfarbenden" Stopper zu fressen, denn auch nachdem ich testweise den Köder und später auch Haken entfernte hatte ich weiterhin deutliche "Bisse". In der warmen Jahreszeit setze ich deshalb heute schwarze oder grüne Stopper ein.
Im Winter ist es egal - da sind dann meistens nur noch die Döbel unterwegs.

Heute bin ich da wesentlich entspannter und ich nehme die Rute erst in die Hand, wenn die Spitze deutlich ausschlägt.

Gruß
Christian

Aw: Ungewohnte Bisse 26 Sep 2016 17:31 #15992

Das erste Foto musste (und wollte) ich löschen, da ich heftige Kritik einsteckte, man könne die Angelstelle erkennen. Dabei war es ganz unschuldig gedacht...

Also, die "Ungewohnten Bisse" das Zuppeln waren bei mir die Barben und kein Kleinzeug. Darum wollte ich wissen, woran dieses ungewöhnliche Verhalten lag. An mir, meiner Montage, der Platzierung der Körbe oder woran sonst?
Mit wie gewohnt besonders freundlichen Grüßen aus dem Revier
Wolfgang

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