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Frühjahrskarpfen mit der Fliege
(1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Frühjahrskarpfen mit der Fliege

Frühjahrskarpfen mit der Fliege 24 Mär 2009 17:31 #264

  • Hexagraph
Hi,
auch bin bin gestern das erste Mal (endlich) in dieser Saison wieder von der Theorie in die Praxis gewechselt, kurzum, ich war fischen.
Ich war mit der Fliege an einem kleinen, recht malerischen Fluß inder Nähe von München und konnte, trotz schlechter Prognosen des Gewässerinhabers, bei noch trüben Wasser und kühlen Temparaturen, 4 Karpfen mit weißen Bonefish Fliegen haken und letzendlich 2 davon auch landen. Der letzte Karpfen war dann auch mit ca. 16 bis 18 Pfund der größte Karpfen, den ich bisher mit der Fliege fangen konnte. (Für die Tacklefetischisten:Als Gerät verwendete ich eine 9 ft T&T Helix Rute in Klasse 6 und eine Abel Super 5N Rolle,nix Altes also.)
Ich schreibe dies, weil mich gerade die Hochwasserberichte der letzten Wochen von Wolfgang und Andy sehr motiviert haben es gerade auch bei widrigen Umständen trotzdem zu versuchen. Ich kann mir, aufgrund meiner familiären Verpflichtungen, das Wetter auch nicht mehr raussuchen und muss in Zukunft los, wenn es die Zeit erlaubt, egal ob es stürmt oder schneit. Dieser Super Saisonstart hat mich nun darin noch bestärkt, denn es war gestern in der Theorie garantiert nicht ideal für Karpfen und siehe da....
Ein paar freundliche Grufties hatten den kleineren Fisch sogar mit dem Handy fotografiert und mir versprochen das Foro zu mailen, jedoch warte ich noch darauf......und der nächste Geldbetrag wir garantiert für eine Digicam anstatt für Tackle benutzt, ich verspreche es.
gruss
Markus

Aw: Frühjahrskarpfen mit der Fliege 24 Mär 2009 23:32 #265

  • Wolfgang
  • OFFLINE
  • Moderator
  • Beiträge: 1366
Hi Markus!

Bitte, wie cool ist das denn!? Kleiner Fluss -> Karpfen (!) -> Hochwasser -> Fliege (!) -> 4 (vier!) Bisse -> zwei Karpfen -> 16 Pfund!!!

Ich hätte mir aus meiner bisherigen Anglererfahrung und bei den mir bekannten Gewässern ein solch gutes Ergebnis mit der Fliege echt nicht vorstellen können. Ich bin echt sprachlos!

Entweder ich habe nix über Karpfen gelernt, das Flüsschen ist voll mit hungrigen Karpfen oder Du bist ein Meisterangler. Ich denke aber mal, es ist wohl eine Kombination aus allem.

Kurzum: Respekt!

Erklär mir doch bitte mal, wie Du das angestellt hast. Karpfen aufspüren (wie im noch Winter?), anwerfen (wie den Köder führen?) etc. Würde mich echt mal interessieren.

Gruß

Wolfgang

Aw: Frühjahrskarpfen mit der Fliege 25 Mär 2009 00:59 #266

  • Hexagraph
Wolfgang...na ja hört sich tatsächlich schon recht wild an ist aber in der Praxis gar nicht so schwer. Das Flüßchen hat klassisch Forellen und Äschen und ist im Schnitt 50 cm bis 1 m tief und normalerweise glasklar. Es befindet sich darin eben auch ein recht guter Karpfenbestand mit Fischen von 3 bis ca. 25 Pfund und díese schwimmen in kleinen Gruppen die recht leicht zu lokalisierenden Routen ab und grasen die Krautfahnen ab und treinben sich unter überhängenden Ästen herum und schlürfen genüsslich so allerhand von der Oberfläche des langsam dahinfließnden Wassers.Macht schon das zuscheuen Spass.
Ich bin selbst ja erst seit 2005 Fliegenfischer und auch heute noch fortgeschrittener Anfänger aber hatte das Glück, dass mich 2 erfahrene Kollegen zum Karpfenfischen mit der Fliege mitgenommen haben so dass ich gleich einen recht guten Einstieg hatte. Tatsächlich ist das finden der Karpfen wieder einmal der wichtigste erste Schritt. Sobald man die Burschen gesichtet hat, geht es darum eine möglichst gut sichtbare Fliege, gestern eben aufgrund des trüben Wassers in weißer Farbe, vor den ziehenden oder gründelnden KArpfen in ca. 1m Entfernung zu platzieren. Ich nehme dazu langsam sinkende Bonefish Fliegen, Wolly Bugger oder Glow Bugs, die entweder von den KArpfen noch im absinken genommen werden oder aber dann ganz gezielt vom Grund wieder aufgesaugt werden. Das ganze Procedere muss natürlich auf Sicht ablaufen sonst hat man schlechte Karten-der Karpfen saugt die Fliege ein und dann muss man noch eine Sekunde warten und beherzt den Anhieb setzen, bevor er das Teil wieder ausbläst. Auf der anderen Seite zieht man leider oft genug den Streamer aus dem noch geöffneten Rüssel wieder raus, weil ma halt nicht lange genung gewartet hat. Bei so beschi***** Sicht wie gestern war das ganze schon etwas ein Glücksspiel, da ich gerade noch schemenhaft die Fliege am Boden erkennen konnte und dann einfach nur sah wie der Karpfen darauf zuschwamm und irgendwann war der weiße Fleck(Fliege) halt einfach weg und ich hab angehauen-ging aber, gestern zumindest recht gut. Im Drill waren die Burschen aufgrund des kalten Wassers noch recht träge-trotzdem insgesamt wahnsinnig spanndend und für mich als bisheriger KArpfenangler mit Piepsern und Festblei einfach auch eine Erweiterung meines Horizonts. Ich verstehe auf jeden Fall die Begeisterung von Chris Yates, wenn er in seinem Buch "The secret Carp" vom Stalking schwärmt-ein solcher Fisch ist doch schon irgendwie was anderes-halt auf Sicht gefangen-"direkt angesprochen", wie der Jäger sagen würde. Klar man braucht das richtige Gewässer, wobei das aber auch gut am See vom Boot aus gehen muss, wenn die Carps im Sommer an der Oberfläche umherziehen.Hab ich aber selbst noch nicht probiert.
Bin selbst natürlich auch immer an weiteren Tipps interessiert.
lg
Markus
MArkus

Aw: Frühjahrskarpfen mit der Fliege 25 Mär 2009 09:28 #267

  • Hexagraph
...habe für die Interessierten nochmal meine Carp Fliegenbox fotografiert. Bisher konnte ich nicht entdecken dass die Carps wählerisch sind, die Neugierde siegt und sie probieren "vorsichtshalber" mal fast alles. Also die Korda Videos mit den "Atomphysik Karpfen", die uns Glauben machen möchten, dass KArpfen nur auf raffinierteste Methoden und Montagen reagieren sehe ich inzwischen eher skeptisch. Natürlich lernen Karpfen auf Angeldruck mit Vorsicht zu reagieren, meiner Meinung nach sind jedoch die meisten Fische mit den gleichen Methoden doch immer wieder zu fangen. Ein gut präsentiertet Wurm ist für fast jeden Karpfen eine sichere Falle. Viel eher stelle ich fest, dass das gute alte Anschleichen von enorm großer Bedeutung ist, ein lautes Geräusch und die Brüder werden nervös und interessieren sich erstmal nicht mehr fürs fressen. Na ja, jede Angelnethode hat sicherlich sein Einsatzgebiet und seine Berechtigung, ich persönlich freue mich, dass ich wieder wie ein kleiner Junge durchs Gebüsch schleiche......
Gruss
MArkus

Aw: Frühjahrskarpfen mit der Fliege 25 Mär 2009 22:22 #271

  • Hexagraph
...da die Grufties leider die Bilder nicht geschickt haben, habe ich zumindest ein Pic vom letzten Sommer gefunden.
Man beachte bitte auch die Abel Edelrolle in der Prollversion mit spezieller Tarnfarbenlackierung.....bin ich in D wahrscheinlich der Einzige mit diesem erlesenen Geschmack.....

Aw: Frühjahrskarpfen mit der Fliege 26 Mär 2009 09:18 #274

  • Wolfgang
  • OFFLINE
  • Moderator
  • Beiträge: 1366
Hi!

Das scheint echt eine schöne Art der Angelei zu sein! Ich werde diesen Sommer mal so auf Döbel los. Mit einer 4er gespließten Fliegenrute und irgendwas, was sich als Köder eignet. Ich habe da - zugegeben - keine Ahnung. Nun, Döbel ist ja bekannt auf KuKös zu gehen, aber Karpfen... Weiterhin großen Respekt! Toller Fisch übrigens!

"Abel Edelrolle in der Prollversion mit spezieller Tarnfarbenlackierung"

Die Geschmäcker sind halt verschieden. Hast Du denn dann wenigstens auch ein "Tribal" Outfit an?

Gruß

Wolfgang

Aw: Frühjahrskarpfen mit der Fliege 26 Mär 2009 12:35 #276

  • Hexagraph
...nö, Anzug und Krawatte natürlich!

Aw: Frühjahrskarpfen mit der Fliege 27 Mär 2009 01:25 #277

  • Wolfgang
  • OFFLINE
  • Moderator
  • Beiträge: 1366
Hexagraph schrieb:
...nö, Anzug und Krawatte natürlich!


Auch, wenn ich Dir das nicht glaube , ich will das unbedingt irgendwann mal machen. Ich fand die Lachsangler so geil, die noch in den 80ern (ich kenne das natürlich nur aus Büchern) echt im Tweed-Sakko mit Hemd und Hardy Krawatte im Fluß standen. Das ist cool!

Aw: Frühjahrskarpfen mit der Fliege 27 Mär 2009 08:21 #278

  • Hexagraph
....genau darauf habe ich Bezug genommen.
Alles hat seine Zeit und leider auch seine Peinlichkeiten....ganzkörper realtree gehört sicher zum Letzteren, da wäre mir das Tweedsakko grundsätzlich schon lieber. Wobei es gerade beim Fliegenfischen ja auch grundsätzlich eine konservativere, etwas snobistischere Richtung gibt, gegen die ich dann aber auch schon wieder etwas rebelliere, denn da fühlen sich Manche auch ohne Grund zu zu elitär.
Egal,leben und leben lassen oder wie der Amerikaner so schön sagt: "opinions are like assholes - everybody has one!"
gruss
Markus

Aw: Frühjahrskarpfen mit der Fliege 27 Mär 2009 10:12 #280

  • Allan Rudd
  • OFFLINE
  • Aktiver Boarder
  • Beiträge: 37
Hexagraph schrieb:
.....bin ich in D wahrscheinlich der Einzige mit diesem erlesenen Geschmack.....

Oh nein - weit gefehlt! Um mich herum fischen fast alle diese limitierten, schön bunten Röllchen, und zwar in allen Regenbogenfarben.

Ich mag es ja auch beim Wedeln eher etwas konservativer, Loop und - was sonst - Hardy.

Aber richtig: Jeder wie er mag!

Beste Grüßung,

Allan Rudd
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