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Spezialisiertes Friedfischangeln & Naturköderangeln auf Raubfische.
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Unverhofft kommt oft...
(1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Unverhofft kommt oft...

Unverhofft kommt oft... 31 Mär 2014 09:15 #9327

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...und was haben Hühner mit angeln zu tun?

Jeden Morgen dieselbe Leier. Warum muss man eigentlich immer so früh aus den Federn? Um das frühe Aufstehen in der Woche erträglich zu machen, stehe ich am Sonntag noch früher auf...dann kann man sich in der Woche wenigstens freuen mal ausschlafen zu dürfen. Aus der anderen Betthälfte wandert nur ein Blick zu mir, in dem sich Unverständnis und vielleicht auch ein bisschen Hilflosigkeit wiederspiegeln. Egal! Raus ans Wasser. Mit dem Hund ist so früh auch noch nichts anzufangen...gut fahre ich halt allein. Die eigene Gesellschaft ist meist sowieso die angenehmere, zumindest beim Fischen. Das Gerät ist schnell gegriffen, denn wenn ich mehr mitnehmen muss als das, was ich gemütlich in einer Hand tragen kann, artet das ja nur wieder in Arbeit aus. Das Wetter ist auf meiner Seite, Nebel mit Sichtweiten unter 50m...heute traut sich bestimmt kaum einer so früh raus. Freie Platzwahl kann an dem kleinen Weiher nur von Vorteil sein.
Weiher.JPGWeiher.JPG


Kurze Zeit später wandert meine Pose mit einem leisen "Plop" ins Wasser. Eine Hand voll Maden hinterher und abwarten. So lange sollte es dann auch nicht dauern. "Zuppel-Zuppel" macht's. Rotauge NR.1 ist nicht sehr erfreut so früh aus seinem Zuhause entführt zu werden. Wieder macht's "Plop" und kurze Zeit später zuckt der Schwimmer erneut. In der nächsten Stunde durfte ich wunderschöne Rotaugen bewundern...eines schöner als das andere. Anglerherz was willst du mehr?
Rotauge.JPGRotauge.JPG


Andere sitzen jetzt zu Haus bei Kaffee und Croissants. "Bäh..." - Langweilig. Nun wird's wieder ruhiger am Platz. Der Braten in Form eines mit Maden garnierten Hakens wurde anscheinend gerochen. Bisschen an der Montage rumgefummelt und es läuft wieder. Nun ist es anscheinend auch schon spät genug, denn plötzlich wird der Platz 3m neben mir in Beschlag und mir meine gute Laune genommen. Okay...die drei Sachen gepackt und die Stelle gewechselt. Hier ist es nun etwas tiefer. Montage umgestellt und ab damit ins Wasser. Der erste Fisch lässt auch hier nicht lange auf sich warten. Aber diesmal kein Rotauge. Eine schöne Rotfeder läutet das nun bevorstehende "Maden-Massaker" ein. In den nächsten 1 1/2 Stunden fange ich Rotfeder auf Rotfeder. Alle wunderschön gefärbt und quietschfidel. Hatte ich nicht mal gehört, hier gibt's gar keine? Da das langsam sinkende Vorfach nur die kleineren Exemplare bringt, fummel ich die Montage etwas zurecht und darf kurze Zeit später die größte Rotfeder des Tages bestaunen.
Rotfeder.JPGRotfeder.JPG


Es ist kurz vor dem Mittag...der Weiher wird nun bevölkert von "Anglern" die mehr Bier als Geräte mitgebracht haben. Leider bleiben solche Perlen nie lange unentdeckt. Die 100g Birnenbleie, die jetzt wahllos abgeschossen werden lassen mich den Platz zum dritten mal wechseln. Hier ist es schön ruhig. Keine "...Schland"-gröhlenden Proleten, keine Nachwuchsnapoleons die langsam dichter rücken, keine Fische. Stressfreies Angeln für überarbeitete Workaholics. Mir kommt eine Idee... >>Ein Put and Take Gewässer ohne Besatz...was bei unzähligen Forllenteichen so gut funktioniert....Nein. Lieber doch nicht...<< Nach einer dreiviertel Stunde packe ich meine Sachen. Die Sonne hat schon mächtig Kraft...was sich bei den Birnenbleichaoten nach Missbrauch von mehreren Sixpacks allmählich in undefinierbarem Gelaber bemerkbar macht. Ein Blick zurück auf den kleinen Weiher, der heute Früh noch so ruhig und unberührt da lag lässt die aufkommende Müdigkeit schnell wieder vergessen.
Weiher2.JPGWeiher2.JPG


Und mein Entschluss steht fest. Nächsten Sonntag stehe ich auch wieder vor den Hühnern auf.



Und für alle, die weniger auf das weit ausladende Drumherum als auf die knackigen Fakten stehen:

Gefischt habe ich mit einer Rute. Aufgrund des starken Uferbewuchses, überhängender Bäume, Unterwassergehölz und Karpfenbesatz kam eine 0.25er Hauptschnur am 20'er Vorfach zur Verwendung. Die meisten Rotfedern konnte ich mit zentraler Bebleiung kurz unter dem Schwimmer und fast unbeschwertem Vorfach fangen. Die Bisse kamen stilecht meistens während der langsamen Absinkphase. Gefüttert habe ich sporadisch mit Maden, welche ich schön gewaschen und gesiebt zwei Tage durch ein Lockpulver gescheucht habe
"An angler is a man who spends rainy days sitting around on the muddy banks of rivers doing nothing because his wife won’t let him do it at home..."

Aw: Unverhofft kommt oft... 31 Mär 2014 09:28 #9329

  • Pietro
DANKE! Toller Bericht, tolle Fotos!

Aw: Unverhofft kommt oft... 31 Mär 2014 09:33 #9330

  • Moordorfer
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  • Beiträge: 26
Wunderbarer Bericht.
Mir gings Gestern ähnlich.
Mir waren zwar nur wenige Rotfedern mitt einer Durchschnittsgröße von etwa 25cm vergönnt
dafür jedoch einige schöne Rotaugen.
Hier ist es aber relativ ruhig was die Biertrinkenden Landschaftsplagen angeht.
Das wird erst wieder schlimmer wenn die Aale laufen...

Aw: Unverhofft kommt oft... 31 Mär 2014 18:45 #9344

  • blackyroot
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  • Beiträge: 36
Ein sehr schöner Bericht und klasse Bilder. Sowas liest man gerne.

Danke!

Das motiviert mich auch mal wieder früh auf die Pirsch zu gehen ...

Aw: Unverhofft kommt oft... 31 Mär 2014 22:25 #9354

  • Tincer
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  • Beiträge: 1257
Danke Rookie für die feinen Fotos und die erquickliche Erzählweise.
Ja der frühe Vogel ... wenn ich nicht doch noch in einem Alter wäre, das dazu führt, dem Blick aus der anderen Betthälfte des Öfteren zu erliegen

Alte Jägerweisheit "ne schöne Frau & ein warmes Bett hat schon so manchem Bock das Leben gerett"

So ist es, das Leben, man(n) muss sich entscheiden
Ich angele, um dem Lärm der Welt zu entfliehen.
Letzte Änderung: 31 Mär 2014 22:35 von Tincer.

Aw: Unverhofft kommt oft... 01 Apr 2014 08:00 #9357

  • Rookie
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  • Beiträge: 117
Zumindest an dem Morgen scheine ich mich für das Richtige entschieden zu haben

Fortsetzung folgt...bisher war der Weiher hauptsächlich berühmt für seine Satzkarpfen. Und da in einem Gewässer ja bekanntlich die Fische besonders gut gedeihen, die es dort gar nicht gibt, ist da noch Klärungsbedarf. Und dem Hecht, der schon seit 2 Wochen immer wieder auf meinem Angelplatz herumstrolcht werde ich auch noch versuchen Manieren beizubringen. Der 1.Mai rückt näher
"An angler is a man who spends rainy days sitting around on the muddy banks of rivers doing nothing because his wife won’t let him do it at home..."
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